16.05.2014

Evaluation und (New) Public Management – Parallelen und Synergien

Das Synergiepotenzial zwischen den Instrumenten moderner Verwaltungsführung und der Evaluation ist nicht ausgeschöpft, wiewohl konzeptionelle und praktische Ansätze dazu vorhanden sind. In Zukunft wird die Herausforderung darin liegen, ein gutes Verhältnis zwischen dem Mitteleinsatz für und dem Nutzen von Evaluation, Controlling und Monitoring zu finden. Eine grosse Gefahr besteht in der Entstehung einer zu aufwändigen Bürokratie. Ferner muss es gelingen, Leistungs- und Wirkungsinformationen so aufzubereiten, dass sie für die öffentliche Verwaltung und die Politik verständlich und anwendbar werden. Schliesslich wäre eine konzeptionelle wie praktische Weiterentwicklung der Schnittstelle zwischen Evaluation und NPM sinnvoll.

19.12.2013

Evaluationssystem für die Strategie zur Anpassung an den Klimawandel: Vorstudie

Der Bundesrat hat am 2. März 2012 den ersten Teil der Strategie zur Anpassung an den Klimawandel beschlossen. Bis 2013 wurden Anpassungsmassnahmen von den zuständigen Departementen erarbeitet und in einem gemeinsamen Aktionsplan – dem zweiten Teil der Strategie – dargestellt und koordiniert. Um die Umsetzung der Anpassungsstrategie sowie die Effizienz und Effektivität der Anpassungsmassnahmen zu überprüfen, hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) ein Evaluationssystem entwickelt. In diesem Rahmen wurde Interface mit einer Vorbereitungsstudie beauftragt. Ziel der Vorbereitungsstudie war es, erstens Einblick in vergleichbare Evaluationssysteme zur Umsetzung von Anpassungsstrategien im In- und Ausland zu erhalten. Darauf basierend wurde zweitens ein Vorschlag für ein Evaluationssystem hinsichtlich der Anpassung an das Klima in der Schweiz entwickelt.

23.07.2013

Critical Friend Approach: Evaluation zwischen Nähe und Distanz

Der Critical Friend Approach knüpft am aktuellen Evaluationsverständnis an und berücksichtigt zusätzlich empirische Ergebnisse der evaluationswissenschaftlichen Verwendungsforschung. Diese weisen darauf hin, dass die Nutzung von Evaluationsergebnissen stark vom Interesse der Programmverantwortlichen an der Evaluation abhängt.

Artikel: Balthasar, Andreas: Fremd- und Selbstevaluation kombinieren: der ‚Critical Friend Approach’ als Option. Zeitschrift für Evaluation, Jg. 11, Heft 2, 2012 – Originalbeiträge, S. 173–198

23.07.2013

Eine Methode zur standardisierten Bewertung von Informations- und Beratungsleistungen

Bei der Umsetzung von politischen Programmen spielen Informations- und Beratungsleistungen häufig eine wichtige Rolle. Zielgruppen werden dabei in der Regel mit einer grossen Zahl von Massnahmen und Instrumenten angesprochen. Der vorliegende Beitrag zeigt eine Methode für eine standardisierte Bewertung solcher Leistungen auf.

23.07.2013

Anwendung der SEVAL-Standards: Ergebnisse aus vier Fallstudien

Bewähren sich die SEVAL-Standards in der Praxis? Dieser Frage widmete sich die Arbeitsgruppe Evaluationsstandards der SEVAL. Die Ergebnisse aus vier Fallstudien zeigten unter anderem, dass die SEVAL-Standards primär implizit angewendet werden und die zur Verfügung stehenden Ressourcen dabei eine bedeutsame Rolle spielen.

23.07.2013

Wo ist evidenzbasierte Politik möglich? Die Verbreitung von Evaluationen auf kantonaler Ebene

Der Artikel soll eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Rolle von Evaluation in der Politikgestaltung der Kantone einleiten. Es sind erstmalig Grundlagen zur Verbreitung von Evaluationen in den Kantonen zusammengestellt und auf der Grundlage von Hypothesen der Politikanalyse interpretiert worden. Obwohl die Datenbasis noch wenig gefestigt ist, kommt der Artikel zum Schluss, dass in den Schweizer Kantonen überwiegend ein „opinion based policymaking“ dominiert. Nur eine Minderheit von Kantonen hat systematisch Evaluationen durchgeführt oder nach Angaben von befragten Experten regelmässig auf wissenschaftliche Studien zurückgegriffen.

Balthasar, Andreas; Rieder Stefan (2009): Wo ist evidenzbasierte Politik möglich? Die Verbreitung von Evaluationen auf kantonaler Ebene, in: Vatter, A.; Varone, F.; Sager, F. (Hrsg.): Demokratie als Leidenschaft. Planung, Entscheidung und Vollzug in der Schweizer Demokratie. Bern/Stuttgart/Wien, S. 403–429.

23.07.2013

Evaluationsforschung und ihre Anwendung in Schule und Bewegungsangeboten – Was tun mit den Ergebnissen?

Das Buch „Evaluationsforschung und ihre Anwendung in Schule und Bewegungsangeboten„ fokussiert die Selbstevaluation als Motor der Schulentwicklung. Im Einführungskapitel von Maud Hietzge und Andreas Balthasar wird auf verschiedene Grundlagen der Selbstevaluation von Schulen und Bewegungsangeboten eingegangen. Es ist dies zuerst die Frage nach den Zielen von Evaluation und Selbstevaluation. Danach werden theoretische Konzepte der Selbstevaluation vorgestellt und der Fächer für unterschiedliche Zugänge und Vorgehensweisen bei der Realisierung von Selbstevaluationen geöffnet. Es soll deutlich werden, dass es dabei nicht einen Königsweg gibt, sondern dass unterschiedliche Konzepte bestehen, die sich an unterschiedlichen Kontextbedingungen und Zielsetzungen orientieren. Weiter wird auf die möglichen Gegenstände von Evaluation eingegangen, um ungerechtfertigten Verkürzungen bereits in der Fragestellung vorzubeugen. Es werden auch die Qualitätskriterien von Evaluationen und die Erfolgsbedingungen von Selbstevaluationen thematisiert. Danach werden einige methodische Aspekte berührt, denn die Aussagekraft einer Evaluation hängt massgeblich von der Auswahl geeigneter Erhebungs- und Analysetechniken ab. Schliesslich wird auf die Ausgangsfrage eingegangen: Was tun wir mit den Ergebnissen von Evaluationen?

Maud, Hietzge; Andreas, Balthasar (2009): Evaluationsforschung und ihre Anwendung in Schule und Bewegungsangeboten – Was tun mit den Ergebnissen? In: M. Hietzge; N. Neuber (Hrsg.): Schulinterne Evaluation, Impulse zur Selbstvergewisserung aus sportpädagogischer Perspektive. Bewegungspädagogik Band 5, Baltmannsweiler, S. 11–28.

23.07.2013

Evaluationen in der Schweiz: Verbreitung und Verwendung

Der Beitrag setzt sich mit der Verbreitung und Nutzung von Evaluationen in der schweizerischen Bundesverwaltung auseinander. Aufgrund einer umfangreichen Erhebung und Analyse aller zwischen 1999 und 2002 abgeschlossenen Evaluationen wird festgestellt, dass in der Schweiz auf nationaler Ebene eine rege Evaluationstätigkeit herrscht. Von einer flächendeckenden Evaluationskultur kann dennoch nicht gesprochen werden. Die Untersuchung zeigt weiter, dass Evaluationen vor allem von der Verwaltung häufig verwendet werden. Es wird im Beitrag auch deutlich gemacht, dass gewisse institutionelle Bedingungen die Verwendung von Evaluationen erleichtern. Dazu gehört die Evaluationskultur.

Andreas Balthasar (2009): Evaluationen in der Schweiz: Verbreitung und Verwendung, in: Thomas Widmer; Wolfgang Beywl; Carlo Fabian (Hrsg.) Evaluation. Ein systematisches Handbuch, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, S. 486–497.

23.07.2013

Der Einfluss unterschiedlicher Institutionalisierungsmodelle auf die Verwendung von Evaluationen

Mit dem wachsenden Interesse an der Institutionalisierung von Evaluation in der öffentlichen Verwaltung stellt sich die Frage nach Institutionalisierungsmodellen, die optimale Bedingungen für die Verwendung von Evaluationen bieten. Der vorliegende Beitrag geht dieser Frage nach. Dabei stützt er sich auf eine breit angelegte Untersuchung von mehr als 90 Prozent aller rund 300 Evaluationen, die die schweizerische Bundesverwaltung in den Jahren 1999 bis 2002 abgeschlossen hat. Die Datenauswertung schliesst deskriptive, bivariate sowie multivariate Analysen ein. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dassdie Verwendung von Evaluationen von einer Institutionalisierung profitiert, die die Distanz zwischen den Evaluierenden und den Nutzenden von Evaluationen gering hält. Demgegenüber gibt es kaum Belege dafür, dass sich die Chance auf Verwendung von Evaluationsergebnissen erhöht, wenn die Institutionalisierung Wert auf Distanz und Unabhängigkeit zwischen Evaluierenden und Evaluierten legt.

Andreas Balthasar (2008): Der Einfluss unterschiedlicher Institutionalisierungsmodelle auf die Verwendung von Evaluationen: Erfahrungen aus der Schweiz, in: Zeitschrift für Evaluation, 2/2008, Waxmann Verlag,Münster, S. 243–271.

23.07.2013

Evaluationssystem für die Strategie Migration und Gesundheit, Phase II: 2008–2013

Ziel des Projekts war es, ein Evaluationskonzept für die Strategie Migration und Gesundheit, Phase II 2008–2013 zu entwickeln. Durch die Orientierung des Programms und der Evaluation an einem Wirkungsmodell sowie der Ausrichtung aller Teile der Evaluation an zentralen, alle Elemente des Programms betreffenden Fragestellungen soll sichergestellt werden, dass die verschiedenen Teile der Evaluation gut koordiniert sind. Methodisch folgt das Evaluationskonzept der Idee der „Hybrid Evaluation“: Diese stellt eine monitoringgestützte Selbstevaluation der Programmverantwortlichen ins Zentrum. Die Rolle der externen Evaluatoren/-innen besteht darin, die Programmleitung bei der Sammlung, Aufbereitung und Interpretation geeigneter Monitoringdaten sowie weiterer Informationen zu unterstützen. Die externen Evaluatoren/-innen verstehen sich dabei als kritische Coachs des Programmteams.