16.05.2017

Die nationalen Präventionsprogramme aus Evaluatorensicht

Prof. Dr. Andreas Balthasar von Interface hat die Programme Alkohol, Tabak, Ernährung und Bewegung sowie das Massnahmenpaket Drogen evaluiert. Im Interview mit der Zeitschrift spectra hat unter anderem interessiert, was die Erfolge der Programme ausmacht. Weiter kam zur Sprache, wie wichtig realistische Ziele bei der Erarbeitung von Programmen sind, was ein gutes Wirkungsmodell für die Akteure bedeutet und wo die Herausforderungen der neuen Strategien Sucht und NCD liegen.

15.09.2016

Leitung des Wissenstransfers im NFP 74 „Gesundheitsversorgung“

Der Bundesrat hat den Schweizerischen Nationalfonds am 24. Juni 2015  mit der Durchführung des Nationalen Forschungsprogramm (NFP) 74 „Gesundheitsversorgung“ beauftragt. Das NFP 74 „Gesundheitsversorgung“ hat zum Ziel, Erkenntnisse über die Struktur sowie die Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung in der Schweiz zu gewinnen. Der Fokus liegt dabei auf der Behandlung und Prävention von chronischen Erkrankungen. Dadurch sollen gesundheitliche Ergebnisse verbessert, die aktuell unzulängliche Datenlage im Bereich Gesundheit ausgebaut und eine starke Forschungsgemeinschaft aufgebaut werden. Das Forschungsprogramm dauert fünf Jahre.

Der Schweizerische Nationalfonds hat nun Manuela Oetterli, Bereichsleiterin Gesundheit bei Interface und Mitglied der Geschäftsleitung, als Leiterin des Wissenstransfers im Rahmen des NFP 74 gewählt. Sie ist damit für die Konzipierung und Realisierung der Aktivitäten hinsichtlich des Wissens- und Technologietransfers sowie der spezifischen Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

09.08.2016

Literaturstudie und Bestandsaufnahme zu Sekundär- und Tertiärprävention bei Suizidalität: Früherkennung und Angebote im nicht medizinischen und medizinischen Setting

Mit der Motion Ingold (11.3973) „Suizidprävention. Handlungsspielraum wirkungsvoller nutzen“ wird der Bund beauftragt, einen Aktionsplan zur Suizidprävention auszuarbeiten. Der Aktionsplan soll dabei Massnahmen zu fünf Massnahmenpaketen bündeln: (1) Sekundär- und Tertiärprävention bei Suizidalität: Früherkennung und Angebote im nicht medizinischen und medizinischen Setting, (2) Suizidprävention durch Gesundheitsförderung und Prävention psychischer Krankheiten, (3) Suizidprävention durch Einschränkungen des Zugangs zu den Mitteln, (4) Prävention/Intervention Vereinsamung, (5) Monitoring und Forschung. Interface wurde vom BAG mit der Erarbeitung der Grundlagen für die Formulierung von Massnahmen zum ersten Arbeitspaket beauftragt. Dazu wurden eine Literaturstudie sowie eine Bestandsaufnahme durchgeführt, um Good-Practice-Beispiele zu identifizieren. Die Bestandsaufnahme in der Schweiz wurde durch internationale Beispiele ergänzt. Dazu wurden vier Länderporträts zu Suizidpräventionsstrategien erstellt.

26.02.2016

Workshop: von der SWOT-Analyse zur Strategie

Das Bundesamt für Gesundheit führte zusammen mit den Kantonen einen Workshop durch mit dem Ziel, die Verantwortlichen der Kantone darin zu unterstützen, Strategien für eine erfolgreiche Alkoholpolitik zu erarbeiten. Andreas Balthasar präsentierte dabei einen Vorgehensvorschlag und stand für Fragen der Kantone bezüglich der Strategieentwicklung zur Verfügung. Die Grundlage für die Ausführungen bildeten das Instrument „Erfolgsfaktoren kantonaler Alkoholpolitik“ und der Strategieleitfaden des BAG „Erarbeitung einer Umsetzungsstrategie in sechs Schritten“.

27.01.2016

Evaluation Pilotprojekt „Girasole“

Eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung können nichtübertragbaren Krankheiten wirksam vorbeugen. Die Gesundheitsbefragung 2012 hat gezeigt, dass die Bevölkerung des Kantons Tessin körperlich inaktiver ist als die Bevölkerung der restlichen Schweiz. Aus diesem Grund hat der Kanton Tessin entschieden, ein Pilotprojekt zu entwickeln und durchzuführen, das Personen mit einem Risikoprofil zu mehr Bewegung motivieren soll. Das Pilotprojekt „Girasole“ hat deshalb zum Ziel, ein „Coaching“  in die Konsultationen von Patientinnen und Patienten bei der Hausärztin/beim Hausarzt zu integrie­ren. Patientinnen und Patienten mit Risikoprofil sollen durch die Ärztinnen und Ärzte dazu motiviert werden, an einem persönlichen Projekt zur Bewegungsförderung teilzunehmen. Die Patientin/der Patient als Hauptperson definiert zusammen mit der Hausärztin/dem Hausarzt, die auf sie/ihn abgestimmten Interventionen und deren Ziele. Das Pilot­projekt „Girasole“ ist Teil des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung (NPEB) 2013 bis 2016 und wird finanziell vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterstützt. Interface und die Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI) wurden vom BAG mit der Durchführung der begleitenden Evaluation betraut. Evaluiert werden dabei die Umsetzung des Projekts, die Wirksamkeit sowie das Verhältnis von Kosten und Nutzen. Die Ergebnisse dienen dem BAG als Entscheidungsgrundlage zur Förderung einer nationalen Verbreitung dieses Interventionsansatzes und dem Kanton Tessin zur Optimierung seines Pi­lotprojekts.

18.12.2015

Evaluation des Projekts „Tabakprävention mit offenen Turnhallen – MidnightSports“

Im Auftrag der Stiftung IdéeSport hat die Arbeitsgemeinschaft Interface/Swiss Tropical and Public Health Institute der Universität Basel das vom Tabakpräventionsfonds (TPF) unterstützte Projekt „Tabakprävention mit offenen Turnhallen – MidnightSports“ evaluiert. An allen Standorten wurde ein Monitoring durchgeführt, bei dem quantitative und qualitative Daten zu den Aktivitäten zusammengetragen wurden. Durch standardisierte Befragungen von Teilnehmenden wurden die Wirkungen des Angebots im Hinblick auf eine erfolgreiche Tabakprävention erhoben. Mittels leitfadenorientierter Gespräche mit Schlüsselpersonen wurden ausserdem sechs Fallstudien erstellt mit dem Ziel, die Wirkungen des Projekts im kommunalen Umfeld sowie entsprechende Erfolgsfaktoren aufzuzeigen. Zudem wurden Beobachtungen an vier Standorten, Online-Befragungen und Gespräche mit Juniorcoachs und lokalen Projektleitungen zur Leitungsqualität durchgeführt. Dabei wurde analysiert, welche Faktoren dazu beitragen, dass die Juniorcoachs und die lokalen Projektleitungen erfolgreich als Botschafter/-innen der Tabakprävention wirken können.

27.10.2015

Studie zur Alkoholprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Churer Fest

Seit 25 Jahren findet jeweils am letzten Wochenende der Sommerferien das Churer Fest statt. Die Sozialen Dienste der Stadt Chur setzen an diesem Fest in Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee Alkoholpräventionsmassnahmen um. Die wichtigste Massnahme im Bereich des Jugendschutzes bildet das Kontrollbändel-System zur einfachen Alterskontrolle beim Alkoholausschank. Die Präventionsverantwortlichen haben jedoch festgestellt, dass Jugendliche trotz Einsatz der Kontrollbändel Alkohol konsumieren. Die Leitung des Bündner Programms Alkohol hat Interface beauftragt, eine Analyse der Wirkung der Alkoholpräventionsmassnahmen und insbesondere des Kontrollbändel-Systems am Churer Fest durchzuführen sowie Empfehlungen zur Verstärkung der Wirkung der Alkoholprävention zu formulieren.

09.10.2015

Evaluation kantonale Tabakpräventionsprogramme

Im Auftrag des Tabakpräventionsfonds evaluiert Interface gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Bern die kantonalen Tabakpräventionsprogramme. Ziel der Evaluation ist einerseits die Rechenschaftsablegung gegenüber der Politik und den finanzierenden Organen und andererseits die Reflexion der beteiligten Akteure bezüglich der Wirksamkeit der durchgeführten Aktivitäten. Der Evaluationsauftrag umfasst dabei folgende Bereiche: Erstens die Evaluation aller im Rahmen der kantonalen Programme durchgeführten Projekte. Zweitens die Untersuchung der kantonalen Programme. Drittens die vergleichende, kantonsübergreifende Evaluation basierend auf den im Rahmen der Programmevaluationen gesammelten Unterlagen. Als Produkte liegen Ende 2015 für jedes Projekt Evaluationen vor, für jeden Kanton ein Evaluationsbericht und Ende 2016 ein umfassender Evaluationsbericht zur ersten Phase der kantonalen Tabakpräventionsprogramme in der Schweiz. Ausserdem sollen ab 2015 die im Rahmen der Evaluation der kantonalen Tabakpräventionsprogramme gewonnenen Erkenntnisse in Fachartikeln veröffentlicht werden.

04.09.2015

Kurzleitfaden für Wirkungsmodelle zuhanden des Bundesamtes für Gesundheit

Die Fachstelle Evaluation und Forschung (E+F) im Bundesamt für Gesundheit (BAG) begleitet die Themenverantwortlichen im BAG bei der Erarbeitung von Wirkungsmodellen und Indikatoren für Programme, Projekte oder für den gesetzlichen Vollzug. Interface hat die Fachstelle E+F dabei schon mehrfach unterstützt. Im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der  Fachstelle E+F hat Interface die dabei gewonnenen Erfahrungen in Form eines Foliensatzes aufbereitet. Zielgruppe des Foliensatzes sind primär die Mitarbeitenden des BAG. Der Foliensatz bietet einen kurzen Überblick über die Einsatzbereiche und den Aufbau von Wirkungsmodellen. Zudem wird erläutert, wie Wirkungsmodelle sowie Ziele und Indikatoren entwickelt werden. Daneben hat Interface im LeGes einen Artikel publiziert, welcher die Erarbeitung von Wirkungsmodellen aus wissenschaftlicher Sicht beschreibt.