28.08.2015

Unterstützung von Hausärzten/-innen bei der Behandlung von Patienten/-innen mit Migrationshintergrund

Ambulante Grundversorger/-innen in der Schweiz werden bislang wenig bei der Behandlung von Patienten/-innen mit Migrationshintergrund unterstützt. Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) führte Interface in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Hausarztmedizin und Community Care Luzern (IHAM&CC) eine Studie durch, welche die wichtigsten Herausforderungen für die Hausärzteschaft beispielhaft im Kanton Luzern untersucht. Ausgehend von den Erkenntnissen wurden gemeinsam mit verschiedenen Akteuren aus den Bereichen Gesundheit und Soziales Lösungsansätze für eine Unterstützung der Hausärzteschaft entwickelt.

22.05.2015

Leitfaden für die Evaluation von Interventionen im Bereich Gesundes Körpergewicht

Seit 2007 ist der Bereich „Gesundes Körpergewicht“ ein Kernthema der Strategie von Gesundheitsförderung Schweiz. Die zahlreichen Interventionen, welche im Rahmen der kantonalen Aktionsprogramme unterstützt werden, sollen einen Beitrag zu ausreichender Bewegung und ausgewogener Ernährung bei Kindern und Jugendlichen leisten. Bis anhin wurden aber entsprechende Wirkungen der Interventionen kaum untersucht. In den meisten durchgeführten Evaluationen stand die Beurteilung der Prozesse und Leistungen der Interventionen im Zentrum. Gesundheitsförderung Schweiz hat aus diesem Grund Interface mit der Erarbeitung eines Evaluationsleitfadens beauftragt, der die Projektverantwortlichen bei der Beurteilung der Wirkungen ihrer Interventionen unterstützen soll.

10.03.2015

Wirkungsmodell Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG)

Das Bundesgesetz über medizinisch unterstützte Fortpflanzung (FMedG) regelt die Voraussetzungen für die Anwendung von Verfahren der medizinisch unterstützten Fortpflanzung. Aktuell sind im FMedG die genetische Untersuchung von menschlichen Embryonen, die bei einer künstlichen Befruchtung entstanden sind (Präimplantationsdiagnostik PID) und die Konservierung von Embryonen verboten. Bundesrat und Parlament möchten dies in einem klar begrenzten Rahmen zulassen und das Parlament hat eine entsprechende Änderung des FMedG bereits beschlossen. Der dafür notwendigen Verfassungsänderung (Artikel 119) hat die Stimmbevölkerung im Juni 2015 zugestimmt. Gemäss revidiertem FMedG sorgt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) dafür, dass die Auswirkungen der Gesetzesänderung evaluiert werden. Zur Vorbereitung der Evaluation hat das BAG Interface beauftragt, ein Wirkungsmodell zu erarbeiten, welches die Absichten des Gesetzgebers für das geltende FMedG unter besonderer Berücksichtigung der Gesetzesänderungen zur PID abbildet. Zudem wurden ein erläuternder Bericht und Vorschläge für Indikatoren zu den operationalisierten Zielen aus dem Wirkungsmodell erarbeitet.

29.01.2015

Synthesebericht „Kantonale Bedarfsanalysen migrationsgerechte Gesundheitsförderung und Prävention“

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) finanzierte im Rahmen des Nationalen Programms Migration und Gesundheit (Phase II: 2008–2013) Bedarfsanalysen kantonaler Angebote im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention. Dabei wurde untersucht, ob diese Angebote auch die Migrationsbevölkerung genügend einbeziehen. Daraus wurden Vorschläge abgeleitet, wie die diesbezügliche Qualität der Angebote erhöht werden kann. Zum Abschluss der Projektphase wollte das BAG und die Vereinigung der kantonalen Beauftragten für Gesundheitsförderung in der Schweiz (VBGF) eine Synthese aller vorliegenden kantonalen Bedarfsanalysen erarbeiten lassen. Der Auftrag bestand aus der Erstellung eines Syntheseberichts und aus einem Input an der kantonalen Netzwerktagung Migration und Gesundheit, die am 29. Oktober 2014 stattfand.

27.01.2015

Evaluation des Projekts „sensor erkennen und handeln“

Ziel des Projekts „sensor erkennen und handeln – Substanzmissbrauch und Suchtgefährdung im Alter“ von „Akzent Prävention und Suchttherapie“ war es, einen Beitrag zur Reduktion des Substanzmissbrauchs und der Suchtgefährdung im Alter zu leisten. Zu diesem Zweck wurden während der zweijährigen Laufzeit Vernetzungsaktivitäten durchgeführt, ein Leitfaden zur Früherkennung und Frühintervention von Substanzmissbrauch durch Bezugspersonen entwickelt und Schulungen veranstaltet sowie regionale Informationsveranstaltungen organisiert. Das Projekt wurde von Interface begleitend evaluiert. Ziel der Evaluation war es, die vorbereitenden Aktivitäten methodisch zu unterstützen, eine von aussen begleitete Selbstevaluation bei Halbzeit des Projekts durchzuführen sowie am Schluss des Projekts die Wirkungen der Umsetzungsaktivitäten bei den Mittlern zu erfassen.

23.01.2015

Suchtbericht für den Kanton Luzern

Die bisherige Suchtpolitik der Schweiz konzentrierte sich lange auf die drei Bereiche Alkohol, Tabak und illegale Drogen und wies zwischen diesen Bereichen wenig Berührungspunkte auf. Erst in den letzten Jahren ist es vor dem Hintergrund des Public-Health-Ansatzes zu einer veränderten strategischen Ausrichtung der Suchtpolitik gekommen. Diese strategische Ausrichtung ist im Suchtbericht des Kantons Luzern aufgenommen worden. Interface unterstützte die Dienststelle Gesundheit bei der Erarbeitung des Suchtberichts. Neben einer Bestandesaufnahme der im Kanton Luzern tätigen Akteure und der Angebote zu den vier Säulen der Suchtpolitik (Prävention, Therapie, Schadensminderung, Repression) wurden Handlungsfelder definiert, welche die Verantwortlichen des Kantons Luzern verfolgen können, damit der Kanton eine kohärente Suchtpolitik mit einem zielgerichteten Einsatz der verfügbaren Mittel umsetzen kann.

28.11.2014

Wirkungsanalyse ausgewählter Modulprojekte der Kantonalen Aktionsprogramme gesundes Körpergewicht

Gesundheitsförderung Schweiz begleitet seit 2007 die Kantonalen Aktionsprogramme (KAP) Gesundes Körpergewicht als wichtiges Kernelement ihrer Strategie. Interface hat im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz 2008, 2010, 2012 und 2014 eine Synthese der Selbstevaluation der Kantonalen Aktionsprogramme erstellt. Diese Syntheseberichte erlauben eine fundierte Beurteilung der Umsetzung der KAP. Die Wirkungen wurden darin jedoch nicht systematisch erfasst und beurteilt. Deshalb wurde Interface beauftragt, eine Wirkungsanalyse zu erstellen. Ziel war es, einerseits die Wirksamkeit von ausgewählten Modulprojekte zu beurteilen und andererseits Steuerungswissen für Gesundheitsförderung Schweiz und die KAP-Leitenden bereitzustellen. Folgende drei Fragestellungen wurden beantwortet: (1) Wie wirksam sind die im Rahmen der KAP umgesetzten Modulprojekte? (2) Gibt es Projektmerkmale, welche Wirkungen begünstigen? (3) Wie kann die Aussagekraft zukünftiger Projektevaluationen erhöht werden? Zur Beantwortung der Fragen wurden zwölf bewährte Modulprojekte ausgewählt. Basierend auf einem Wirkungsmodell wurden 26 Evaluationsberichte zu diesen Projekten ausgewertet. Fehlende Daten wurden durch Angaben aus der Literatur oder durch Annahmen ergänzt. Die Ergebnisse dieser ersten Phase wurden synthetisiert und Empfehlungen formuliert. Diese wurden in einer zweiten Projektphase beispielhaft konkretisiert durch Erkenntnisse aus der vertieften Auswertung verfügbarer Daten im Projekt Offene Turnhallen (Midnight Sports).

20.03.2014

Möglichkeiten und Grenzen einer evidenzbasierten Beurteilung des illegalen Drogenkonsums in der Schweiz

Die Erhebung des illegalen Drogenkonsums wird durch verschiedene methodische Probleme erschwert. Interface erarbeitete im Rahmen eines Forschungsprojekts 2013 einen Überblick über die vorhandenen Datenquellen zum illegalen Drogenkonsum in der Schweiz. Ausgehend von einer Liste mit Datenquellen wurden diese zu Datentypen zusammengefasst und entlang eines neu entwickelten Schemas „Kette des Drogenkonsums“ verortet. Neun ausgewählte Datentypen wurden in Faktenblättern anhand einer Datenquelle differenziert beschrieben und hinsichtlich ihrer Eignung für Prävalenzschätzungen beurteilt. Zudem wurden drei methodische Ansätze der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht zur Prävalenzschätzung (Multiplikationsmethode, Multiple Indicator Method, Capture-Recapture) im Kerngedanken beschrieben. Die Ergebnisse wurden synthetisiert und in einem Expertenworkshop validiert sowie mögliche weitere Schritte diskutiert.

13.03.2014

Graubünden „insieme sano – gemeinsam gesund“

Ziel des Interreg-IV-Projekts „insieme sano – gemeinsam gesund“ ist es, im Rahmen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Graubünden und der autonomen Provinz Bozen die Gesundheit und die Lebensqualität der Bevölkerung durch die Aktivierung von Bürgerbeteiligungsprozessen zu fördern. Im Kanton Graubünden wurden zu diesem Zweck zwischen 2009 und 2012 in fünf Gemeinden sowie einem Gemeindeverbund entsprechende Pilotprojekte durchgeführt. Interface unterstützte die Projektverantwortlichen des Kantons Graubünden bei der Konzipierung und Durchführung der Selbstevaluation. Dazu wurde gemeinsam mit den Verantwortlichen ein Wirkungsmodell erstellt und es wurden Indikatoren zur Wirkungsmessung entwickelt. Weiter hat Interface verschiedene Instrumente zur Durchführung der Selbstevaluation entworfen sowie eine repräsentative Befragung von Seniorinnen und Senioren konzipiert und ausgewertet. Zudem hat Interface im weiteren Projektverlauf die Selbstevaluationsworkshops der beiden Projektpartner Graubünden und Bozen moderiert und die Ergebnisse der Selbstevaluation synthetisiert.

05.03.2014

Formative und summative Evaluation des Tabak-Webquests der Lungenliga

Die Lungenliga Schweiz hat mit dem Tabak-Webquest ein neuartiges Instrument für die Tabakprävention bei Schülern/-innen entwickelt. Der Tabak-Webquest ist ein komplexes, computergestütztes Lehr-Lern-Arrangement im Internet, das den handlungsorientierten Unterricht fördert. Durch den Tabak-Webquest werden die zahlreichen, gut aufgebauten und aktualisierten Websites im Bereich Tabakprävention den Schulen besser zugänglich gemacht. Im Auftrag der Lungenliga Schweiz führte Interface eine formative und eine summative Evaluation dieses Projekts durch. Um Grundlagen für die Optimierung des Tabak-Webquests bereitzustellen und die Wirkungen dieses Instruments zu beurteilen, kamen mehrere Erhebungsmethoden zum Einsatz. Dazu gehörten eine Analyse internetgenerierter und anderer Outputdaten, eine in den Tabak-Webquest integrierte schriftliche Befragung sowie Gruppengespräche mit Schülern/-innen.