21.04.2016

Velonutzung in der Gemeinde Köniz

Die Gemeinde Köniz hat sich das Ziel gesetzt, ihren Veloanteil bis 2030 zu verdoppeln; analog der Stadt Bern, welche den Veloanteil am Gesamtverkehr von heute 11 auf 20 Prozent im Jahr 2030 erhöhen möchte. Bis heute liegen der Gemeinde – mit Ausnahme einiger Querschnittszählstellen – keine Angaben zum Modalsplit und damit auch nicht zum Status quo des Veloanteils in der Gemeinde Köniz vor. Im Rahmen der schweizweiten Mobilitätserhebung „Mikrozensus“ haben der Kanton Bern und die Regionen eine Verdichtung der Stichprobe finanziert, womit statistisch besser abgestützte Aussagen zum Mobilitätsverhalten der Bevölkerung möglich sind. Interface wurde beauftragt, den Mikrozensus 2010 auszuwerten und den Modalsplit respektive den Veloanteil für die Bevölkerung der Gemeinde Köniz auszuweisen.

09.03.2016

NFP 71: Hype or Promise? The Contribution of Collaborative Consumption to Saving Energy

„Sharing Economy“ untersucht im Rahmen des NFP 71 „Managing Energy Consumption“ die sozialen, ökonomischen und regulatorischen Seiten der Energiewende und erforscht Möglichkeiten, wie private und öffentliche Akteure veranlasst werden können, Energie effizient zu nutzen. Die Forschungsgemeinschaft Psychologisches Institut der Universität Zürich und Interface untersuchen den allfälligen Beitrag des kollaborativen Konsums (sharing, swapping, second-hand trading) zur Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Dazu wird in einem ersten Schritt definiert, in welchen Produktkategorien Einsparungen im Energieverbrauch am plausibelsten sind. In einem zweiten Schritt werden Erfolgsfaktoren und Hindernisse des kollaborativen Konsums identifiziert. Drittens wird analysiert, ob und mit welchen Massnahmen Hindernisse ausgeräumt und Erfolgsfaktoren gefördert werden können. Dieses Vorgehen erlaubt, zum Schluss das Energiesparpotential des kollaborativen Konsums zu schätzen.

09.03.2016

NFP 71: Energy efficient and CO2-free Urban Freight Logistics

Urbane Logistik ist essentiell für die Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft mit Gütern und Dienstleistungen. Logistiktrends wie E-Commerce mit Heimlieferdiensten, sinkende Sendungsgrössen und steigende Lieferhäufigkeiten verschärfen jedoch bestehende Probleme mit überlasteten Netzen und steigendem Energieverbrauch. Das Projekt im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 71 „Steuerung des Energieverbrauchs“ analysiert erstens die Ist-Situation, identifiziert darauf aufbauend zweitens Treiber der zukünftigen Entwicklung. Drittens werden szenarienbasierte Prognosen für Güterverkehr und Logistik im Jahr 2050 formuliert und viertens Aktionspläne für eine bis 2050 CO2-freie und energieeffiziente Logistik ausgearbeitet.

27.01.2016

Evaluationsprogramm Neue Regionalpolitik (NRP) 2016–2023

Mit der Neuen Regionalpolitik (NRP) unterstützen Bund und Kantone seit 2008 das Berggebiet, den weiteren ländlichen Raum und die Grenzregionen in ihrer regionalwirtschaftlichen Entwicklung. 2016 ist die NRP mit dem Mehrjahresprogramm (MJP) 2016–2023 in ihre zweite Förderperiode gestartet. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) möchte die Evaluationsaktivitäten während der aktuellen zweiten Förderperiode sowohl inhaltlich als auch zeitlich stärker koordinieren. Interface hat das SECO bei der Erarbeitung eines Evaluationsprogramms für das MJP 2016–2023 unterstützt.

11.12.2015

Wirkungskontrolle VELOguide Lyss und Vallée de Tavannes

Das Projekt VELOguide wurde vom Dienstleistungszentrum Bereich Planung + Verkehr des Tiefbauamts Kanton Bern in enger Kooperation mit den Gemeinden der Regionen Lyss und Vallée de Tavannes realisiert mit dem Ziel, die von den Gemeinden und vom Kanton getätigten Investitionen in die Veloinfrastruktur besser zu kommunizieren und damit die Velonutzung und die kombinierte Mobilität der Bevölkerung zu fördern. Im Rahmen einer Wirkungskontrolle ermittelte Interface die energetischen Wirkungen des Projekts, gleiste eine Zusammenarbeit mit EnergieSchweiz für Gemeinden (ESfG) auf und erarbeitete ein Konzept zur Diffusion der Projekterkenntnisse. Im Zentrum der Erhebungen standen Befragungen von Velonutzenden vor Ort und Interviews mit unterschiedlichen Akteuren.

04.09.2015

Der autofreie Lebensstil

Im Rahmen einer Spezialauswertung der Mikrozensen Verkehr 1994, 2000, 2005 und 2010 sowie der Haushaltsbudgeterhebung HABE 2011 standen folgende übergeordnete Fragestellungen im Vordergrund: Wie kann die Gruppe der Autofreien bezüglich Mobilitätsverhalten und sozioökonomischer Mobilitätsdeterminanten genauer beschrieben werden? Welche Untergruppen lassen sich sinnvollerweise bilden? Welche Veränderungen im Zeitverlauf 1994 bis 2010 lassen sich beschreiben? Vier Cluster von autolosen Haushalten wurden ermittelt und beschrieben:

  • Urbane  Eliten:  Eher  jüngere,  erwerbstätige  Personen  mit  vergleichsweise  hohem Einkommens- und Ausbildungsniveau und Wohnsitz in der Stadt. Vor allem Personen in diesem Cluster könnten sich ohne weiteres ein Auto leisten.
  • Unterprivilegierte  Urbane:  Erwerbstätige  Personen  jüngeren  und  mittleren  Alters mit tiefem bis mittlerem Einkommens- und Ausbildungsniveau, welche häufig keinen Führerausweis besitzen.
  • Einkommensschwache  Rentnerinnen: Pensionierte Frauen mit  sehr tiefem Einkommen,  welche  oft  über  keinen  Führerschein  und kein Abo für den öffentlichen Verkehr verfügen und in Ein-Personen-Haushalten leben.
  • Mittelständische  Alte:  Vorwiegend  nichterwerbstätige  Rentnerinnen  und  Rentner mit  tiefem  bis  mittlerem  Einkommens-  und  Bildungsniveau,  welche  meist  keinen Führerschein aber oft ein Abo für den öffentlichen Verkehr besitzen.

04.09.2015

Unterstützung der PostAuto Schweiz AG bei der Strategieentwicklung Mobilitätsmanagement

Die PostAuto Schweiz AG engagiert sich schon heute bei Mobilitätsmanagement-Aktivitäten wie PubliBike oder PubliRide. Sie möchte ihre Marktstellung in der Schweiz stärken und sich vermehrt als Mobilitäts- und Technologiedienstleisterin positionieren, ergänzt um Angebote entlang der Mobilitätskette. Im Rahmen dieses Vorhabens hat die PostAuto Schweiz AG Interface mit der Prozessführung der „Strategie Mobilitätsmanagement“ beauftragt. Interface unterstützte die Auftraggeberin inhaltlich und methodisch bei der Erarbeitung einer Ist-Analyse, einer Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Beurteilung (SWOT) und darauf aufbauend bei der Strategieformulierung mit den Elementen Vision, Mission und Beitrag des verantwortlichen Bereichs. Abschliessend wurden die Finanzplanung und ein Massnahmenplan zur Umsetzung der Strategie erstellt.

11.06.2015

Veloverkehr in den Agglomerationen – Einflussfaktoren, Massnahmen und Potenziale

Im Forschungsprojekt SVI „Veloverkehr in den Agglomerationen – Einflussfaktoren, Massnahmen und Potenziale“ auf Antrag der Schweizerischen Vereinigung der Verkehrsingenieure und Verkehrsexperten (SVI 2004/069) wurden die Gründe für die stark unterschiedliche Velonutzung in 35 Agglomerationen der Schweiz analysiert. Die Studie zeigt erstmals, wie häufig in den Agglomerationen das Velo genutzt wird. Der Forschungsbericht legt dar, dass das Potenzial des Veloverkehrs noch längst nicht ausgeschöpft ist. Für viele Agglomerationen sind Veloverkehrszunahmen zwischen 20 und 100 Prozent möglich, verglichen mit dem Benchmark der schweizerischen Agglomerationen mit den höchsten Veloverkehrsanteilen. Die Forschungsarbeit liefert sowohl für Agglomerationen mit ungünstigen Rahmenbedingungen als auch für solche mit bereits höherem Velonutzungsgrad konkrete Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Veloverkehrsförderung.

10.03.2015

Methoden der Zukunftsforschung im Verkehrswesen

Im Rahmen des Forschungspakets „Zukunft des Verkehrs in 30 bis 50 Jahren“ der SVI sind elf Projekte geplant, von denen drei bereits ausgeschrieben wurden. Zusammen mit Ernst Basler + Partner hat Interface den Auftrag für die noch nicht ausgeschriebenen Forschungsprojekte eine methodische Auslegeordnung zu erstellen. Dazu werden in einem ersten Schritt Quellenrecherchen und Interviews geführt, um einen Überblick über die relevanten Methoden in der Zukunftsforschung zu erhalten. Anschliessend sollen zehn durch die SVI festgelegte Methoden vertieft und die Ergebnisse daraus in einer Datenbank festgehalten werden. Weiter sollen die Methoden hinsichtlich Einsatzbereiche, Ergebnisgüte, Bedeutung der Partizipation sowie Dauer und Kosten beurteilt werden. Die Ergebnisse und vorgeschlagenen Methoden pro Projekt werden schliesslich in einem Workshop diskutiert und in Empfehlungen festgehalten.

10.03.2015

Weniger Verkehrsüberlastung dank späterem Schulbeginn – Ex-ante-Evaluation

Das ÖV-System im Raum Bern ist, vor allem morgens zwischen 7.00 Uhr und 8.00 Uhr, überlastet, was neben den Berufspendlerinnen und Berufspendlern insbesondere auch auf den Ausbildungsverkehr von Schülerinnen und Schülern zurückzuführen ist. Das Amt für öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (AÖV) will die Idee einer Verschiebung des Schulbeginns um eine Stunde nach hinten bei den Gymnasien Bern-Neufeld, Bern-Kirchenfeld und Köniz-Lerbermatt prüfen, um diese Spitzenbelastungen auszugleichen. Interface führte eine breit angelegte Befragung bei den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern sowie bei den Lehrpersonen der drei Gymnasien durch, um die Akzeptanz gegenüber einer möglichen Umsetzung des späteren Schulbeginns in Erfahrung zu bringen.