09.03.2016

NFP 71: Energy efficient and CO2-free Urban Freight Logistics

Urbane Logistik ist essentiell für die Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft mit Gütern und Dienstleistungen. Logistiktrends wie E-Commerce mit Heimlieferdiensten, sinkende Sendungsgrössen und steigende Lieferhäufigkeiten verschärfen jedoch bestehende Probleme mit überlasteten Netzen und steigendem Energieverbrauch. Das Projekt im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 71 „Steuerung des Energieverbrauchs“ analysiert erstens die Ist-Situation, identifiziert darauf aufbauend zweitens Treiber der zukünftigen Entwicklung. Drittens werden szenarienbasierte Prognosen für Güterverkehr und Logistik im Jahr 2050 formuliert und viertens Aktionspläne für eine bis 2050 CO2-freie und energieeffiziente Logistik ausgearbeitet.

11.12.2015

Wirkungskontrolle VELOguide Lyss und Vallée de Tavannes

Das Projekt VELOguide wurde vom Dienstleistungszentrum Bereich Planung + Verkehr des Tiefbauamts Kanton Bern in enger Kooperation mit den Gemeinden der Regionen Lyss und Vallée de Tavannes realisiert mit dem Ziel, die von den Gemeinden und vom Kanton getätigten Investitionen in die Veloinfrastruktur besser zu kommunizieren und damit die Velonutzung und die kombinierte Mobilität der Bevölkerung zu fördern. Im Rahmen einer Wirkungskontrolle ermittelte Interface die energetischen Wirkungen des Projekts, gleiste eine Zusammenarbeit mit EnergieSchweiz für Gemeinden (ESfG) auf und erarbeitete ein Konzept zur Diffusion der Projekterkenntnisse. Im Zentrum der Erhebungen standen Befragungen von Velonutzenden vor Ort und Interviews mit unterschiedlichen Akteuren.

04.09.2015

Der autofreie Lebensstil

Im Rahmen einer Spezialauswertung der Mikrozensen Verkehr 1994, 2000, 2005 und 2010 sowie der Haushaltsbudgeterhebung HABE 2011 standen folgende übergeordnete Fragestellungen im Vordergrund: Wie kann die Gruppe der Autofreien bezüglich Mobilitätsverhalten und sozioökonomischer Mobilitätsdeterminanten genauer beschrieben werden? Welche Untergruppen lassen sich sinnvollerweise bilden? Welche Veränderungen im Zeitverlauf 1994 bis 2010 lassen sich beschreiben? Vier Cluster von autolosen Haushalten wurden ermittelt und beschrieben:

  • Urbane  Eliten:  Eher  jüngere,  erwerbstätige  Personen  mit  vergleichsweise  hohem Einkommens- und Ausbildungsniveau und Wohnsitz in der Stadt. Vor allem Personen in diesem Cluster könnten sich ohne weiteres ein Auto leisten.
  • Unterprivilegierte  Urbane:  Erwerbstätige  Personen  jüngeren  und  mittleren  Alters mit tiefem bis mittlerem Einkommens- und Ausbildungsniveau, welche häufig keinen Führerausweis besitzen.
  • Einkommensschwache  Rentnerinnen: Pensionierte Frauen mit  sehr tiefem Einkommen,  welche  oft  über  keinen  Führerschein  und kein Abo für den öffentlichen Verkehr verfügen und in Ein-Personen-Haushalten leben.
  • Mittelständische  Alte:  Vorwiegend  nichterwerbstätige  Rentnerinnen  und  Rentner mit  tiefem  bis  mittlerem  Einkommens-  und  Bildungsniveau,  welche  meist  keinen Führerschein aber oft ein Abo für den öffentlichen Verkehr besitzen.

04.09.2015

Unterstützung der PostAuto Schweiz AG bei der Strategieentwicklung Mobilitätsmanagement

Die PostAuto Schweiz AG engagiert sich schon heute bei Mobilitätsmanagement-Aktivitäten wie PubliBike oder PubliRide. Sie möchte ihre Marktstellung in der Schweiz stärken und sich vermehrt als Mobilitäts- und Technologiedienstleisterin positionieren, ergänzt um Angebote entlang der Mobilitätskette. Im Rahmen dieses Vorhabens hat die PostAuto Schweiz AG Interface mit der Prozessführung der „Strategie Mobilitätsmanagement“ beauftragt. Interface unterstützte die Auftraggeberin inhaltlich und methodisch bei der Erarbeitung einer Ist-Analyse, einer Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Beurteilung (SWOT) und darauf aufbauend bei der Strategieformulierung mit den Elementen Vision, Mission und Beitrag des verantwortlichen Bereichs. Abschliessend wurden die Finanzplanung und ein Massnahmenplan zur Umsetzung der Strategie erstellt.

11.06.2015

Veloverkehr in den Agglomerationen – Einflussfaktoren, Massnahmen und Potenziale

Im Forschungsprojekt SVI „Veloverkehr in den Agglomerationen – Einflussfaktoren, Massnahmen und Potenziale“ auf Antrag der Schweizerischen Vereinigung der Verkehrsingenieure und Verkehrsexperten (SVI 2004/069) wurden die Gründe für die stark unterschiedliche Velonutzung in 35 Agglomerationen der Schweiz analysiert. Die Studie zeigt erstmals, wie häufig in den Agglomerationen das Velo genutzt wird. Der Forschungsbericht legt dar, dass das Potenzial des Veloverkehrs noch längst nicht ausgeschöpft ist. Für viele Agglomerationen sind Veloverkehrszunahmen zwischen 20 und 100 Prozent möglich, verglichen mit dem Benchmark der schweizerischen Agglomerationen mit den höchsten Veloverkehrsanteilen. Die Forschungsarbeit liefert sowohl für Agglomerationen mit ungünstigen Rahmenbedingungen als auch für solche mit bereits höherem Velonutzungsgrad konkrete Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Veloverkehrsförderung.

10.03.2015

Methoden der Zukunftsforschung im Verkehrswesen

Im Rahmen des Forschungspakets „Zukunft des Verkehrs in 30 bis 50 Jahren“ der SVI sind elf Projekte geplant, von denen drei bereits ausgeschrieben wurden. Zusammen mit Ernst Basler + Partner hat Interface den Auftrag für die noch nicht ausgeschriebenen Forschungsprojekte eine methodische Auslegeordnung zu erstellen. Dazu werden in einem ersten Schritt Quellenrecherchen und Interviews geführt, um einen Überblick über die relevanten Methoden in der Zukunftsforschung zu erhalten. Anschliessend sollen zehn durch die SVI festgelegte Methoden vertieft und die Ergebnisse daraus in einer Datenbank festgehalten werden. Weiter sollen die Methoden hinsichtlich Einsatzbereiche, Ergebnisgüte, Bedeutung der Partizipation sowie Dauer und Kosten beurteilt werden. Die Ergebnisse und vorgeschlagenen Methoden pro Projekt werden schliesslich in einem Workshop diskutiert und in Empfehlungen festgehalten.

10.03.2015

Weniger Verkehrsüberlastung dank späterem Schulbeginn – Ex-ante-Evaluation

Das ÖV-System im Raum Bern ist, vor allem morgens zwischen 7.00 Uhr und 8.00 Uhr, überlastet, was neben den Berufspendlerinnen und Berufspendlern insbesondere auch auf den Ausbildungsverkehr von Schülerinnen und Schülern zurückzuführen ist. Das Amt für öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (AÖV) will die Idee einer Verschiebung des Schulbeginns um eine Stunde nach hinten bei den Gymnasien Bern-Neufeld, Bern-Kirchenfeld und Köniz-Lerbermatt prüfen, um diese Spitzenbelastungen auszugleichen. Interface führte eine breit angelegte Befragung bei den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern sowie bei den Lehrpersonen der drei Gymnasien durch, um die Akzeptanz gegenüber einer möglichen Umsetzung des späteren Schulbeginns in Erfahrung zu bringen.

04.12.2014

Flughafen Zürich – Modalsplit-Erhebung 2013

Entsprechend einer Verfügung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) ist der Flughafen verpflichtet, im Rhythmus von vier Jahren eine Erhebung der Verkehrsmittelwahl des landseitigen Verkehrs durchzuführen. In Zusammenarbeit mit Ernst Basler + Partner AG führte Interface die Modalsplit-Erhebung 2013 durch. Das Projekt umfasste eine zweiwöchige Vor-Ort-Befragung von Passantinnen und Passanten sowie Mitarbeitenden des Flughafens. Ziel der Erhebung war die Berechnung der prozentualen Verteilung des landseitigen Verkehrs auf die verschiedenen Verkehrsmittel sowie die Hochrechnung des Modalsplits auf das gesamte Jahr. Die Erhebungs- und Hochrechnungsmethodik wurde nachvollziehbar dargelegt, um so die Vergleichbarkeit mit zukünftigen Erhebungen zu gewährleisten.

19.02.2014

Modalsplit im Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wankdorf

Im Stadtberner Wankdorfquartier liegt der bedeutendste Entwicklungsschwerpunkt (ESP) des Kantons Bern. Aufgrund der Richtplanvorgaben initiierte die Projektorganisation ESP Wankdorf einen Monitoring- und Controllingprozess. In Zusammenarbeit mit Metron Bern AG erarbeitete Interface das Evaluationskonzept für die Überprüfung allfälliger Modalsplit-Veränderungen im Verkehr und führte 2008 eine Piloterhebung (Nullmessung) sowie 2013 eine Nachher-Erhebung durch. Umfangreiche Befragungen der Akteurgruppen (Arbeitnehmende, Schüler/-innen und Studierende, Kunden/-innen und Besucher/-innen sowie Wohnbevölkerung) gaben Aufschluss über den aktuellen Ziel-, Quell- und Binnenverkehr gemäss dem Wegkonzept sowie über die verkehrlichen Veränderungen im ESP-Wankdorf-Perimeter. Das methodische Vorgehen wurde über beide Erhebungsphasen beibehalten, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Der Längsvergleich zwischen 2008 und 2013 für den Modalsplit zeigte eine Abnahme des Anteils der Wege des motorisierten Individualverkehrs um knapp 7 Prozent, während der ÖV-Anteil um knapp 5 Prozent gestiegen ist. Der Langsamverkehrsanteil nahm in dieser Periode ebenfalls um rund 2 Prozent zu. Die Ergebnisse zeigen eine gute Zufriedenheit mit der heutigen Verkehrssituation. Damit konnten die mit der Errichtung des ESP verbundenen verkehrlichen Ziele insgesamt erreicht werden.

19.02.2014

Evaluation des Programms Mobilitätsmanagement in Unternehmen (MMU)

Das Bundesamt für Energie (BFE) engagiert sich seit 2003 im Bereich des betrieblichen Mobilitätsmanagements; seit 2008 im Rahmen des „Mehrjahres-Programms zur Förderung des Mobilitätsmanagements in Unternehmen“ (MMU). Das Programm sieht für Gemeinden die Möglichkeit vor, als Projektträger ortsansässige Unternehmen zur Einführung eines Mobilitätsmanagements zu motivieren und sie während der Umsetzungsphase fachlich zu begleiten. Ein Konsortium unter der Leitung von Interface evaluierte das Programm, um die Weiterentwicklung und Verbesserung von MMU zu unterstützen. Methodische Kernelemente waren explorative Interviews mit involvierten Akteuren, Online-Befragungen der Projektträger und Unternehmen sowie eine Auswertung von Unternehmensangaben zur Umsetzung des Programms.