Alle Publikationen erscheinen in der Originalsprache.
Publikation | 2010
FUSS- UND VELOVERKEHRSFÖRDERUNG ALS WIN-WIN-SITUATION
Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sind ganz eindeutig im Interesse der Allgemeinheit. Dies belegt ein aktueller Überblick über die nationale und internationale Forschung zu diesem Thema, welcher im Rahmen einer Mobilitätstagung an der diesjährigen sun21 präsentiert wird.
Der Literaturüberblick macht aber auch deutlich, wie gross der Mangel an methodisch überzeugenden Studien zum volkswirtschaftlichen Nutzen des Fuss- und Veloverkehrs nach wie vor ist. Noch immer wissen wir viel zu wenig über diese Verkehrsarten, was einer Optimierung der staatlichen Förderstrategien zurzeit manchmal im Wege steht.
Mehr zur PublikationPublikation | 2010
VERGLEICHENDES KANTONSPORTRAIT AARGAU–LUZERN
Die Regierungen der Kantone Luzern und Aargau haben im November 2008 ein Strategiepapier über die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kantonen verabschiedet. Dieses soll den strategischen Überbau für eine weitere Kooperation bilden. Im Strategiepapier ist festgehalten, dass ein vergleichendes Portrait der Kantone Luzern und Aargau erstellt werden soll. Dadurch sollen das Wissen übereinander sowie die Motivation zur Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen gestärkt werden. Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern hat Interface beauftragt, folgende Teile des Kantonsportraits zu erstellen: Input für die Erstellung des Datengerüstes für den Kantonsvergleich, vergleichende Darstellung von sieben Politikfeldern und Erfassung von politischen Trends auf der Stufe der Regierung der beiden Kantone.
Der Kanton Zug partizipiert mit dem Kantonalen Aktionsprogramm 2008–2011 (KAP) an der Strategie „Gesundes Körpergewicht“ von Gesundheitsförderung Schweiz. Ein Fokus des Zuger Aktionsprogramms bildet die vorschulische Kinderbetreuung. Im Rahmen eines Projekts sollen einerseits die Kinderbetreuer/-innen zu den Themen Bewegung und Ernährung geschult und andererseits Richtlinien für gesunde Verpflegung und ausreichend Bewegung in ausserfamiliären Betreuungsstätten entwickelt werden. Um Grundlagen für die Konzipierung eines solchen Projekts zu schaffen, hat die Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention des Gesundheitsamts des Kantons Zug Interface mit einer Bedarfsabklärung beauftragt.
PROGRAMMATIK UND ENTWICKLUNG DER SCHWEIZER FACHHOCHSCHULEN
Mit der Studie soll gezeigt werden, wie sich die Leistungsprofile von Universitäten und Fachhochschulen heute charakterisieren lassen und wodurch allfällige Unterschiede zwischen den beiden Hochschultypen bestimmt werden. Dabei interessiert besonders, ob die Fachhochschulen jenes Profil aufweisen, das der Gesetzgeber bei ihrer Gründung anstrebte und mit dem er die Fachhochschulen gegenüber den universitären Hochschulen abgrenzen wollte. Erwartungen an die neue Gesetzgebung auf Bundesebene und ihre möglichen Auswirkungen werden in die Analyse einbezogen. Mit diesem Vorhaben werden die Wissensgrundlagen für eine evidenzbasierte Hochschulentwicklung und ‑politik verbessert. Mit Blick auf die Umsetzung des neuen Hochschulgesetzes mit seiner veränderten Steuerungsstruktur werden Analysen ausgearbeitet und Impulse gesetzt.
NUTZUNG VON MULTIMODALEN VERKEHRS- UND ROUTENWAHLINFORMATIONEN
Das Tiefbauamt der Stadt Zürich beauftragte Interface im Sommer 2009, ein allfälliges Bedürfnis der Bevölkerung für einen multimodalen Routenplaner abzuklären. Die Ergebnisse einer breit angelegten Befragung und einer ergänzenden Fokusgruppe zeigten, dass ein Interesse an einem webbasierten,multimodalen Routenplaner als Ergänzung zu den bestehenden, bereits recht breit genutzten monomodalen (nur ein Verkehrsmittel betreffenden) Routenplanern besteht. Ein solches Angebot soll mit bestehenden Plattformen kooperieren, webbasiert und mit mobilen Endgeräten nutzbar sein. Zumindest in einer ersten Phase soll sich der multimodale Routenplaner besonders an eine eher junge, gutgebildete Gruppe der „early adopters“ wenden.
DEMOCHANGE — DER DEMOGRAFISCHE WANDEL IM ALPENRAUM: STRATEGIEN ZUR
ANPASSUNG VON RAUMPLANUNG UND REGIONALENTWICKLUNG
Das EU-Projekt DEMOCHANGE beschäftigt sich mit dem demografischen
Wandel sowie dessen Auswirkungen auf verschiedene Bereiche wie
Raumplanung, Regionalentwicklung, soziale Infrastrukturen oder
Landwirtschaft.
Im Oktober 2009 startete das dreijährige Projekt DEMOCHANGE im Rahmen
von Interreg-IV-B Alpine Space. Projektträger in der Schweiz sind
Interface und die Hochschule Luzern –
Soziale Arbeit. In einer ersten Phase wurde der demografische Wandel in
der Zentralschweiz analysiert. Aktuell werden in zwei Modellregionen
(Kanton Nidwalden, Luzerner Seetal) mit Stakeholdern
Adaptionsstrategien entwickelt und später konkrete Modellmassnahmen
lanciert.
In der gängigen Praxis werden Kinderbetreuungseinrichtungen durch die öffentliche Hand auf der Basis von Leistungsverträgen direkt finanziert. Diese als Objektsubventionierung bezeichnete Finanzierungsart
wird von der OECD, von Exponenten der Privatwirtschaft und von einer wachsenden
Öffentlichkeit für zahlreiche Mängel des heutigen Systems verantwortlich
gemacht. Konkret gefordert wird eine Umlagerung der Subventionen von den
Anbietern zu den nachfragenden Eltern mittels Vergabe von
Betreuungsgutscheinen.
PILOTPROJEKT KINDERBETREUUNGSGUTSCHEINE STADT LUZERN 2009-2012
Der Stadtrat von Luzern hat entschieden, in der Stadt Luzern zwischen
2009 und 2012 ein Pilotprojekt mit Kinderbetreuungsgutscheinen
durchzuführen. Heute werden
Kinderbetreuungseinrichtungen in der Regel durch die öffentliche Hand auf der Basis
von Leistungsverträgen direkt finanziert. Diese Art der
Subventionierung gibt den beteiligten Einrichtungen zwar eine gewisse
finanzielle Sicherheit, sie hat aber verschiedene Nachteile.
Beispielsweise können die Eltern die Ausgestaltung der Angebote auf
diese Weise höchstens indirekt beeinflussen. Aus diesem Grund werden in
den letzten Jahren Gutscheinsysteme zur Unterstützung der
familienexternen Kinderbetreuung diskutiert. Dabei erhalten die Eltern
von der öffentlichen Hand einen Gutschein, der bei einer
Betreuungseinrichtung eingelöst werden kann. Auf diese Weise können sie
die Betreuungseinrichtung im Prinzip frei wählen. Die Sozialdirektion
der Stadt Luzern beauftragte daher gemeinsam mit dem Bundesamt für
Sozialversicherungen Interface mit der Durchführung
konzeptioneller Arbeiten zur Konkretisierung eines Pilotversuchs mit
Kinderbetreuungsgutscheinen in der Stadt Luzern.
Im Rahmen des Projekts „Emmental
bewegt“ wird eine Vielzahl von neuen und bewährten Mobilitätsangeboten
umgesetzt und ein Prozess in Richtung Nachhaltigkeit im Verkehr eingeleitet. Das Projekt wird von Beginn weg von einem
Evaluationsteam begleitet, damit die Ergebnisse schon während des Projektverlaufs
genutzt werden können (formativer Charakter der Evaluation). Die Evaluation
umfasst aber auch Elemente einer Wirkungsanalyse. Methodische Kernelemente sind
eine Bevölkerungsbefragung (Panel) und eine Kosten-Nutzen-Analyse. Interface
führt das Projekt gemeinsam mit der Sozialforschungsstelle
der Universität Zürich durch.
Die Wahl des besten Verkehrsmittels ist oft nicht
einfach, denn die Mobilitätsangebote werden immer vielfältiger. Wer seine
Verkehrsmittelwahl optimiert, kann viel Geld, Zeit und Nerven sparen. Seit
Mitte 2006 unterstützt der Mobilitätsdurchblick
Schweiz Interessierte bei der
kritischen Begutachtung ihrer Mobilitätsgewohnheiten, seit Mai 2007 auch
online (www.mobilitaetsdurchblick.ch). Angesprochen ist eine Vielzahl von Zielgruppen: Neuzuzüger beziehen die
Verkehrsgunst in die Standortwahl ein, junge Paare stellen sich bei der
Familiengründung auf neue Mobilitätsformen ein, Senioren planen die mobile Zeit
nach der Pensionierung usw.
Die Beratung mit dem Online-Check von
Mobilitätsdurchblick Schweiz erfolgt in drei Schritten.
Erstens
genügen wenige
Eingaben
im Online-Check für eine sofortige erste Auswertung.
Zweitens können Interessierte nach Beantwortung einiger
Zusatzfragen im Online-Check eine professionelle
Mobilitätsberatung anfordern. Drittens erhalten
Interessierte auf Wunsch brieflich eine ausführlichere Analyse und zwei massgeschneiderte
Vorschläge für die eigene Mobilität.