PILOTPROJEKT KINDERBETREUUNGSGUTSCHEINE STADT LUZERN 2009-2012
Der Stadtrat von Luzern hat entschieden, in der Stadt Luzern zwischen
2009 und 2012 ein Pilotprojekt mit Kinderbetreuungsgutscheinen
durchzuführen. Heute werden Kinderbetreuungseinrichtungen in der Regel durch die öffentliche Hand auf der Basis
von Leistungsverträgen direkt finanziert. Diese Art der
Subventionierung gibt den beteiligten Einrichtungen zwar eine gewisse
finanzielle Sicherheit, sie hat aber verschiedene Nachteile.
Beispielsweise können die Eltern die Ausgestaltung der Angebote auf
diese Weise höchstens indirekt beeinflussen. Aus diesem Grund werden in
den letzten Jahren Gutscheinsysteme zur Unterstützung der
familienexternen Kinderbetreuung diskutiert. Dabei erhalten die Eltern
von der öffentlichen Hand einen Gutschein, der bei einer
Betreuungseinrichtung eingelöst werden kann. Auf diese Weise können sie
die Betreuungseinrichtung im Prinzip frei wählen. Die Sozialdirektion
der Stadt Luzern beauftragte daher gemeinsam mit dem Bundesamt für
Sozialversicherungen Interface mit der Durchführung konzeptioneller Arbeiten zur Konkretisierung eines Pilotversuchs mit
Kinderbetreuungsgutscheinen in der Stadt Luzern.
In der gängigen Praxis werden Kinderbetreuungseinrichtungen durch die öffentliche Hand auf der Basis von Leistungsverträgen direkt finanziert. Diese als Objektsubventionierung bezeichnete Finanzierungsart
wird von der OECD, von Exponenten der Privatwirtschaft und von einer wachsenden
Öffentlichkeit für zahlreiche Mängel des heutigen Systems verantwortlich
gemacht. Konkret gefordert wird eine Umlagerung der Subventionen von den
Anbietern zu den nachfragenden Eltern mittels Vergabe von
Betreuungsgutscheinen.
EVALUATION UND
WISSENSCHAFTLICHE BERATUNG DES PROGRAMMS
KITAS BEWEGEN
Das
von der Bertelsmann Stiftung und ihren Partnern getragene Programm Kitas
bewegen setzt auf der Ebene der Elementarbildung an. Ziel ist es, über die
Implementierung des salutogenetisch geprägten Leitbilds der „guten gesunden
Kita“ die Bildungs-, Erziehungs- und Gesundheitsqualität in
Kindertageseinrichtungen zu verbessern. Kitas bewegen verläuft in zwei Phasen:
Im Rahmen der Modellphase wurden bis
Mitte 2009 Kindertageseinrichtungen in Berlin-Mitte und Münster (D) befähigt,
einrichtungsspezifische Zielvorstellungen zur guten gesunden Kita zu entwickeln
sowie entsprechende Massnahmen zu definieren und umzusetzen. Mit der anschliessenden Transferphase soll dass Programm auf
weitere Kitas ausgedehnt und eine Verstetigung der Wirkungen erreicht werden. Zudem
werden das Programm und dessen Ergebnisse an eine breite Fachöffentlichkeit
kommuniziert. Interface unterstützt die Programmträger seit 2008 durch
Evaluationen und wissenschaftliche Beratung. Zudem wurden die im
Programmverlauf durchgeführten Evaluationen anderer Institute synthetisiert.
Im Zuge der 2008 durchgeführten Subventionsüberprüfung stellte der Bundesrat
fest, dass die internationale Einbindung der Schweizer Forschenden heute vor
allem über die Forschungsrahmenprogramme der Europäischen Union realisiert wird,
für welche die Schweiz erhebliche Pflichtbeiträge entrichtet. Die Forschenden erhalten
zudem schon heute Fördergelder über andere Kanäle, um an COST-Aktionen teilzunehmen.
Im Sinne einer Vereinfachung der Förderkanäle verlangte der Bundesrat daher die
Prüfung der Frage, ob nach 2011 auf eine eigenständige COST-Förderstelle im SBF
mit eigenem Prüfgremium und eigenen Mitteln verzichtet werden kann. Interface
wurde zusammen mit Technopolis Wien beauftragt, COST einer Wirkungsanalyse zu
unterziehen.
Seit Juli 2008 begleitet Interface die Gemeinde Freienbach in familienpolitischen
Fragestellungen. Dies beinhaltete die Erarbeitung von Grundlagen für familienpolitische
Entscheidungen wie zum Beispiel die Durchführung einer
Familienfreundlichkeitsprüfung oder die Entwicklung eines Familienleitbildes. Seit 2009 hat die Gemeinde die Neuregelung der Finanzierung der
familienergänzenden Kinderbetreuung an die Hand genommen, da bisher nur drei der insgesamt sieben Kinderbetreuungseinrichtungen
in der Gemeinde Subventionen der öffentlichen Hand erhalten. Der Gemeinderat hat sich für das Modell der Betreuungsgutscheine entschieden. Ob und wie die Betreuungsgutscheine in der Gemeinde Freienbach eingeführt werden, liegt nun in der Hand der Bevölkerung. Am 15. April findet die Gemeindeversammlung statt und am 15. Mai (Tag der Familie) wird über die Sachvorlage abgestimmt.
Mit der Ratifikation des „Übereinkommens zur Bewahrung des immateriellen
Kulturerbes“ der UNESCO hat sich die Schweiz verpflichtet, dieses Bestreben auf
nationaler wie auf internationaler Ebene zu unterstützen. In diesem Zusammenhang
haben die Bundesämter für Berufsbildung und Technologie (BBT) und für Kultur
(BAK) Interface – unter Mitarbeit des Freilichtmuseums und des Kurszentrums
Ballenberg – beauftragt, die Grundlagen zur Erhaltung des traditionellen Handwerks
in der Schweiz aufzuarbeiten. Die Untersuchung gibt Auskunft über die
gegenwärtige Situation der traditionellen Handwerke, die Möglichkeiten der Aus-
und Weiterbildung in traditionellen Handwerken, die Auswirkungen der
Berufsbildungsreform 2004 auf den Bestand und das Fortbestehen der
traditionellen Handwerke sowie über die mittelfristigen Perspektiven
hinsichtlich des Fortbestands traditioneller Handwerke. Abschliessend werden Vorschläge auf strategischer
Ebene, in den Bereichen Kultur- und Bildungspolitik, aber auch in anderen
Politikbereichen wie beispielsweise Alterspolitik, Regional- und
Tourismuspolitik, Technologie und Innovation für die Bewahrung traditioneller
Handwerke formuliert.
STUDIE ZU INDIKATORENGESTÜTZTEN ENTSCHEIDUNGSSYSTEMEN
Unsere arbeitsteilige, komplexe Gesellschaft setzt in unterschiedlichen
Bereichen zunehmend Techniken zur Steuerung gesellschaftlicher Entwicklungen
ein. Dabei wird zumeist mittels quantitativer Methoden versucht, Entwicklungen
in zentralen und relevanten Leistungsbereichen der Gesellschaft mit Hilfe von
Messdaten und Indikatoren zu erfassen und gezielt zu lenken. Indikatoren dienen
als Grundlage, um gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche
Interventionen zu begründen, zu planen, umzusetzen und zu evaluieren.
Indikatoren werden daher häufig bei Entscheidungen eingesetzt. Ziel der Studie
war es, anhand zweier Themen (Bildung und Nachhaltigkeit) den Prozess der
Definition, Abgrenzung und Entwicklung von Indikatoren zu untersuchen, die
Verwendung, Begründung und Kommunikation von Indikatorensystemen und die
dazugehörigen Akteure zu beschreiben sowie Empfehlungen zu formulieren, wie
sich die positiven Auswirkungen von indikatorengestützten Entscheidungssystemen
verbessern und ihre Risiken mindern lassen.
NACHFRAGE NACH ABSOLVENTINNEN UND ABSOLVENTEN VON UNIVERSITÄTEN UND
HOCHSCHULEN
Im Auftrag des
Forums Wirtschaft der Wirtschaftsförderung Luzern, des Gewerbeverbands des
Kantons Luzern, der Luzerner Industrie Vereinigung und der Zentralschweizerischen
Handelskammer hat Interfaceeinen Bericht
zur Nachfrage nach Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen und Universitäten
erstellt. Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung der Mitglieder der
auftraggebenden Körperschaften.
PROGRAMMATIK UND ENTWICKLUNG DER SCHWEIZER FACHHOCHSCHULEN
Mit der Studie soll gezeigt werden, wie sich die Leistungsprofile von Universitäten und Fachhochschulen heute charakterisieren lassen und wodurch allfällige Unterschiede zwischen den beiden Hochschultypen bestimmt werden. Dabei interessiert besonders, ob die Fachhochschulen jenes Profil aufweisen, das der Gesetzgeber bei ihrer Gründung anstrebte und mit dem er die Fachhochschulen gegenüber den universitären Hochschulen abgrenzen wollte. Erwartungen an die neue Gesetzgebung auf Bundesebene und ihre möglichen Auswirkungen werden in die Analyse einbezogen. Mit diesem Vorhaben werden die Wissensgrundlagen für eine evidenzbasierte Hochschulentwicklung und ‑politik verbessert. Mit Blick auf die Umsetzung des neuen Hochschulgesetzes mit seiner veränderten Steuerungsstruktur werden Analysen ausgearbeitet und Impulse gesetzt.
EVALUATION DES PROGRAMMS ”STARK DURCH ERZIEHUNG“ IM KANTON LUZERN
Im September 2006 starteten der
Schweizerische Bund für Elternbildung, die schweizerische
Dachorganisation von Organisationen im Bereich der Elternbildung und
verschiedene Kantone die Kampagne ”Stark durch Erziehung“. Die Fachstelle
Gesellschaftsfragen des Kantons Luzern hat die schweizerische Kampagne
von Anfang an im Kanton Luzern mitgetragen. Sie hat Interface beauftragt,
die Umsetzung und die Wirkungen der Kampagne im Kanton Luzern
zu evaluieren. Es wurden einerseits die Stärken und Schwächen der
bisherigen Arbeit aufgezeigt. Auf der anderen Seite wurde dargelegt, wie
und in welcher Form die Fachstelle Gesellschaftsfragen vergleichbare
Kampagnen zielführend und effektiv konzipieren kann.
Der Vortrag setzt sich mit den Anknüpfungspunkten Nidwaldens an die familienpolitische Debatte auseinander, welche auf nationaler Ebene geführt wird. Vertieft wird auf die Ergänzungsleistungen für Familien, auf die familienexterne Kinderbetreuung (Plätze, Finanzierung, Qualität) und auf die Thematik eines familienkompatiblen Steuersystems eingegangen. Es wird unter anderem vorgeschlagen, sich in die nationale Diskussion zur familienexternen Kinderbetreuung einzubringen, da die Bedürfnisse im ländlichen Kontext anders sind als in den Städten. Zudem wird eine vertiefte Prüfung von Schwellenproblemen und negativen Arbeitsanreizen analog dem Luzerner Projekt „Arbeit muss sich lohnen!“ angeregt. Sozialleistungen und Steuersystem sollten so gut aufeinander abgestimmt sein, dass die Betroffenen auch finanziell motiviert sind, aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen.
DAMIT SIE WISSEN WAS SIE TUN....
WARUM UND WIE OFFENE JUGENDARBEIT BEWERTEN?
Die offene Jugendarbeit steht unter wachsendem äusserem Rechtfertigungsdruck. Der Ruf nach Bewertung von Leistungen und Wirkungen, das heisst nach Evaluation der offenen Jugendarbeit wird immer lauter. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt: Welche Ziele haben Projekte der offenen Jugendarbeit? Welche Wirkungen werden damit angestossen? In welchem Zusammenhang stehen diese Fragen und welche Arten von Informationen sind notwendig, um die offene Jugendarbeit zu optimieren und zu sichern? Wie kann gemessen und bewertet werden, was offene Jugendarbeit macht und bewirkt? Wie und wem soll über die Wirksamkeit offener Jugendarbeit berichtet werden?
PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIP - SCHULEN IM NETZ (PPP-SIN)
Im
Rahmen der "Strategie des Bundesrates für eine Informationsgesellschaft
Schweiz" wurde 2002 die Initiative "Public Private Partnership - Schule
im Netz
(PPP-SiN)" lanciert. Die Projektleitung dieser Initiative hat Interface
und das
Institut de hautes études en administration publique (IDHEAP) mit der
Evaluation dieses Bildungsimpulsprogramms beauftragt. Die Untersuchung
umfasst
die Beurteilung der Zielkonsistenz und Zweckmässigkeit der
Programmkonzeption
sowie die Überprüfung der Umsetzung und die Bewertung der Wirkungen des
Programms und der Massnahmen in den einzelnen Projekten.
AUFNAHME- UND SELEKTIONSVERFAHREN DER HÖHEREN FACHSCHULEN PFLEGE UND BIOMEDIZINISCHE ANALYTIK IM VERBUND ABZ
Um bei einer höheren Fachschule im Gesundheitswesen Zugang zu erhalten,
müssen die Kandidatinnen und Kandidaten bei einer zentralen Zulassungsstelle
eine Eignungsabklärung durchlaufen. Diese setzt sich aus folgenden Etappen
zusammen: a) Eignungstest, b) Zulassungspraktikum, c) Beurteilung der schriftlichen
Unterlagen (Portfolio) und d) Standortgespräch. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt
des Kantons Zürich wollte dieses Selektionsverfahren Pflege HF und
Biomedizinische Analytik HF gemeinsam mit den entsprechenden Ämtern der Kantone
Aargau und Bern evaluieren. Die Evaluation hatte zum Ziel, Aussagen über die
Qualität des Verfahrens zu erhalten, die Wirkungen des Verfahrens zu erfassen
und daraus abgeleitete Optimierungen in diesem Aufnahmeverfahren umzusetzen.
Interface
wurde beauftragt in Zusammenarbeit mit der Fachstelle des Vereins Tagesschulen
Schweiz Konzepte für die Einrichtung öffentlicher Tagesschulen in den Städten
Uster und Aarau zu erstellen. Die Konzepte umfassen eine schriftliche
Bedarfserhebung bei den Eltern sowie eine detaillierte Angebotsplanung (Betriebs-,
Infrastrukturkonzept) und Kostenberechnung.
EVALUATION DER SCHWEIZERISCHEN BETEILIGUNG AM 5. UND 6. FORSCHUNGSRAHMENPROGRAMM DER EUROPÄISCHEN UNION SOWIE DES INFORMATIONSNETZWERKES EURESEARCH
Wie bereits im Jahr 2000 führt Interface zusammen mit dem Fraunhofer ISI
die Evaluation der Schweizerischen Beteiligung am 5. und 6.
Forschungsrahmenprogramm der EU durch. Dabei wird die Datenbank der
Antragstellenden analysiert und es werden qualitative Interviews mit verschiedenen
Gruppen von Teilnehmenden und Nicht-Teilnehmenden geführt. Damit die Erfahrungen
der Teilnehmenden an den Forschungsrahmenprogrammen in die Evaluation
einfliessen, wurden alle Antragstellenden eingeladen sich an einer
Online-Befragung zu beteiligen. Der Fragebogen für diese Befragung wurde mit
dem neu angeschafften Befragungstool Sphinx erarbeitet und im Internet zugänglich
gemacht.
FAMILIENPOLITISCHES LEITBILD DER STADT LUZERN UND STRATEGIEENTWICKLUNG
Auf den 1. September 2004 wurde in der Stadt Luzern die Abteilung Kinder
Jugend Familie (KJF) neu gebildet. Mit der Schaffung dieser Abteilung hat die
Stadt ihre Tätigkeit in verschiedenen Bereichen organisatorisch in einem
Kompetenzzentrum zusammengefasst und damit zum Ausdruck gebracht, dass sie im
Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik eine aktive Rolle einnehmen
will. Interface ist von der Abteilung Kinder
Jugend Familie beauftragt, in einem partizipativen Prozess ein
familienpolitisches Leitbild für die Stadt Luzern zu erarbeiten. In einem zweiten
Schritt werden auf der Basis dieses Leitbildes zusammen mit der Abteilung KJF
und weiteren involvierten Stellen zielführende Umsetzungsstrategien für die
kinder-, jugend- und familienpolitischen Postulate entwickelt.
Heute verfügen von den rund 2500 Gemeinden in der deutschen und
der französischen Schweiz lediglich 35 über eine richtige Tageschule,
obwohl viele Eltern und Lehrpersonen ein solches Angebot fordern. Auch
fast alle politischen Parteien sowie die Arbeitgeber- und
Arbeitnehmerorganisationen führen die Einrichtung von Tagesschulen in
ihren Programmen auf.
Mit dem vorliegenden Buch sollen die
verantwortlichen Behörden sowie interessierte Private in den Gemeinden
dazu motiviert werden, sich für die Einrichtung lokaler Tagesschulen
einzusetzen. Schritt für Schritt erklärt der praktische Leitfaden, wie
das Ziel "Tagesschule" erreicht werden kann: von der Bedarfsanalyse bis
zu den Personalkosten, von der politischen Entscheidungsfindung bis zur
Realisierung.
DER NANOMETER IN WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE DES 21. JAHRHUNDERTS
Im Zeitraum 2000 bis 2003 führte die Kommission für Technologie und
Innovation (KTI) im Auftrag des Rates der Eidgenössischen Technischen
Hochschulen (ETH-Rat) das technologieorientierte Programm "Der Nanometer
in Wissenschaft und Technologie des 21. Jahrhunderts (TOP NANO 21)" durch.
TOP NANO 21 diente der Förderung von Entwicklung und Anwendung der Nanotechnologie.
Interface wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut
für Systemanalyse und Innovationsforschung in Karlsruhe beauftragt, eine Peer
Review durch eine Gruppe von international anerkannten Expertinnen und Experten
aus Wissenschaft und Wirtschaft zu organisieren. Das Peer Review wurde Ende
Februar 2005 durchgeführt.
EXTERNE EVALUATION DES PILOTPROJEKTS "SELBSTLERNSEMESTER" AN DER KANTONSSCHULE ZÜRCHER OBERLAND
Im
ersten Semester des Schuljahres 2004/2005 fand an der Kantonsschule Wetzikon
in drei Klassen der 5. Stufe des Langzeitgymnasiums ein Selbstlernsemester
statt. In fünf Fächern fand kein Unterricht mehr statt; die Schüler/-innen
erhielten dafür einen detaillierten Semesterauftrag und erfüllten diesen durch
selbstverantwortliches Lernen. Die Fachlehrpersonen standen beratend zur Verfügung.
Interface evaluierte dieses Pilotprojekt im Hinblick auf die Lernzielerreichung,
den Ressourceneinsatz sowie die Beurteilung der Lernumgebung und der
Lernvoraussetzungen.
EVALUATION DER LEHRSTELLENBESCHLUSS II - PROJEKTE MIT MIGRATIONSSPEZIFISCHER ZIELSETZUNG
Mit
dem Lehrstellenbeschluss II (LSBII) unterstützte der Bund innovative Projekte
von Kantonen, Berufsverbänden und Institutionen auf der Sekundarstufe II mit
dem Ziel, das Lehrstellenangebot zu erhöhen, die strukturellen Probleme auf dem
Lehrstellenmarkt zu lindern, die Gleichstellung von Mann und Frau zu fördern
und neue Formen der Zusammenarbeit in der Berufsbildung zu erproben. Interface
wurde beauftragt eine Vertiefungsstudie zu den Massnahmen
zur Förderung der Integration junger Migrantinnen und Migranten in die
berufliche Grundbildung durchzuführen.
NEUER AUSBILDUNGSGANG INFORMATIK-MITTELSCHULE IMS AN DER ZÜRCHER KANTONSSCHULE BÜELRAIN WINTERTHUR
Interface
führte die Evaluation des ersten Jahrgangs der Informatik-Mittelschule im
Kanton Zürich durch - ein Pilotversuch im Rahmen des Lehrstellenbeschlusses II
des Bundes. Evaluiert wurden vor allem das Schulkonzept, das Verhältnis
zwischen dieser Form der Berufsausbildung auf gymnasialer Stufe und der dualen
Berufsbildung sowie die Einschätzung des neuen Ausbildungsganges in Unternehmen
der Informatikbranche. Die Evaluation bildete die Grundlage für den Entscheid
zur Weiterführung dieses Ausbildungsmodells.
FAMILIENPOLITIK AUF KANTONALER UND KOMMUNALER EBENE
Im
Rahmen der Erarbeitung eines schweizerischen Familienberichtes hat Interface in
Zusammenarbeit mit dem Politologischen Institut der Universität Zürich den
Teilbericht zur Erfassung des Ist-Zustandes der Familienpolitik auf kantonaler
und kommunaler Ebene und der Entwicklung der Familienpolitik seit Beginn der
Neunzigerjahre verfasst.
MATURITÄTSREFORM IN DEN KANTONEN LUZERN, AARGAU UND ST. GALLEN
Die
Kantone Luzern, Aargau und St. Gallen haben zwischen 2000 und 2005 Interface
beauftragt eine kantonale Evaluation des neuen Maturitätsanerkennungsreglements
(MAR) durchzuführen. Gegenstand dieser Evaluationen ist die Umsetzung des MAR
auf kantonaler Ebene. In verschiedenen Themenbereichen (Belastung der Schüler/-innen,
fächerübergreifender Unterricht, Wahl von Schwerpunkt- und Ergänzungsfächern,
Maturaarbeit und Maturaprüfung) wurden die Wirkung der vollzogenen
Reformschritte und die dabei aufgetretenen Schwierigkeiten überprüft.
DIE BEDEUTUNG VON AUS- UND WEITERBILDUNG FÜR DIE KARRIEREN VON UNTERNEHMERISCHEN INNOVATIONSPROJEKTEN
Im
Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes hat Interface Einzelfallstudien
von unternehmerischen Innovationsprojekten durchgeführt mit dem Ziel, Formen
des betrieblichen Wissensmanagements zu erfassen und zu analysieren. Im Zentrum
stand die Frage, welche Strategien Betriebe verfolgen, wenn Wissens- und
Kompetenzdefizite auftreten (interne bzw. externe Weiterbildung, Neuanstellung
von Fachkräften, Kooperationen mit anderen Unternehmen). Ziel der Untersuchung war
die Beantwortung der Frage, ob das Bildungssystem Defizite im Bereich der Aus-
und Weiterbildung zur Unterstützung betrieblicher Innovationen aufweist.
SCHRIFTLICHE BEFRAGUNG VON SCHÜLER/-INNEN DER LUZERNER
LANGZEITGYMNASIEN ZU DEN THEMEN "SCHIENENMODELL" UND "GESTAFFELTES
EINSETZEN VON SCHWERPUNKTFÄCHERN"
Das
Volksschulamt des Kantons Zürich (Bereich Interkulturelle Pädagogik) bietet für
Schulen mit einem hohen Anteil fremdsprachiger Kinder ein Set von
Unterstützungen an (Finanzen, Entlastungen, Fachberatung, Weiterbildung,
Projektberatung) bei der Erarbeitung und Realisierung von schulspezifischen
Projekten in den Bereichen Sprachförderung, Lern- und Leistungsförderung,
individuelle Förderplanung, Zusammenarbeit mit Eltern und ausserschulische
Lernanregungen. Die externe Evaluation von Interface hat den Projektvollzug und
die Wirkungen von realisierten Schulprojekten analysiert.
EVALUATION MAR KANTON AARGAU, AUSWERTUNG DER SCHRIFTLICHEN BEFRAGUNG DER STUDIERENDEN
Im
Rahmen der externen Evaluation von Interface wurde die Umsetzung des neuen eidgenössischen
Maturitätsanerkennungsreglementes MAR an den Gymnasien des Kantons Aargau in
verschiedenen Themenbereichen (Belastung der Schüler/-innen, fächerübergreifender
Unterricht, Wahl von Schwerpunkt- und Ergänzungsfächern, Maturaarbeit und
Maturaprüfung) untersucht.
GRUNDLAGEN ZUR POLITISCHEN GESTALTUNG DER SCHNITTSTELLE ZWISCHEN WISSENSCHAFT UND INDUSTRIE
Die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
funktioniert in der Schweiz nicht einwandfrei. In diesem Buch wird
aufgezeigt, wie Institutionen, die an der Schnittstelle zwischen
Wissenschaft und Industrie aktiv sind, gestaltet und unterstützt werden
können, damit innovationsrelevante Informationen rasch zwischen
Forschung und industrieller Praxis ausgetauscht werden. In diesem
Zusammenhang werden vier Typen von Institutionen vorgestellt, welche
dieser Herausforderung besonders erfolgreich begegnen. Sie werden auf
Erfolgsfaktoren und Grenzen ihrer Tätigkeit hin charakterisiert. Auf
dieser Grundlage werden Anregungen formuliert für politisch
Verantwortliche, die sich mit der Gestaltung von solchen Institutionen
beschäftigen.
EVALUIERUNG DES SCHWEIZER CIM-AKTIONSPROGRAMMS 1990 BIS 1996
Das CIM-Aktionsprogramm wurde von 1990 bis 1996 durchgeführt. Ziel dieses Programms war es, die Fähigkeit der schweizerischen Industrie zu steigern und moderne rechnergestützte Fertigungskonzepte (CIM Computer-Integrated-Manufacturing) erfolgreich auszuwählen, anzupassen und anzuwenden. Kernstück dieser mit 102 Millionen Franken von Bundesseite dotierten technologiepolitischen Massnahme bilden sieben CIM-Bildungszentren (CBZ), die im Laufe der Jahre 1990 und 1991 eingerichtet wurden. Das zuständige Bundesamt für Konjunkturfragen beauftragte das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI gemeinsam mit Interface mit der Durchführung der Evaluation des CIM-Aktionsprogramms.