DIE SPORTSTÄTTEN IN DER SCHWEIZ: STATISTISCHE GRUNDLAGEN UND BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE
VERTIEFUNG
In der Schweiz fehlen heute die statistischen
Grundlagen und die Transparenz bezüglich des schweizweiten Angebots an Sportstätten
sowie hinsichtlich der qualitativen und kostenmässigen Aspekte. Vor diesem
Hintergrund finanzieren das Bundesamt für Sport (BASPO) und verschiedene
Kantone das Forschungsprojekt Sportstätten in der Schweiz. Interface führt
dieses Projekt gemeinsam mit Rütter+Partner und dem Institut für Tourismuswirtschaft der Hochschule
Luzern 2011/2012 durch.
Im Auftrag von Swiss Olympic unterstützen wir die Programmleitung von «cool and clean» und «Sport rauchfrei» beim Aufbau und
bei der Realisierung der Selbstevaluation und der Fremdevaluation. Konkret
entwickelten wir in enger Zusammenarbeit mit der Programmleitung und einem
Evaluationsspezialisten des Bundesamts für Sport (BASPO) bis Ende Januar 2005
ein Konzept für die Selbstevaluation und stellten bis März/April 2005 geeignete
Instrumente und Hilfen bereit. Seither unterstützen wir die Erstellung der Selbstevaluationsberichte
für «cool and clean». Diese werden jährlich dem
Tabakpräventionsfonds übergeben.
MONITORING DER LANGFRISTIGEN AUSWIRKUNGEN DES AKTIONSPLANS UMWELT UND
GESUNDHEIT IN DEN PILOTREGIONEN
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterstützte im Rahmen des
Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) zwischen Mitte 2001 und Mitte
2006 die drei Pilotregionen Crans-Montana (VS), Thal (SO) und Telli Aarau (AG).
Die Ziele des APUG sollten in den Pilotregionen vorbildhaft umgesetzt werden.
Die Pilotregionen mussten zudem frühzeitig aufzeigen, wie die Aktivitäten in
den Regionen nach Ablauf des Programms nachhaltig gesichert werden konnten. Um
die Umsetzung und die Wirkung dieser Weiterführungskonzepte über das
Programmende hinaus zu verfolgen, hat Interface im Auftrag des BAG zwischen
2007 und 2010 ein Monitoring der Pilotregionen durchgeführt. Dieses umfasste
sowohl qualitative als auch quantitative Indikatoren, welche jährlich in den
drei Pilotregionen erhoben wurden. Das Monitoring der Pilotregionen stellt
insofern ein Novum dar, weil die meisten Wirkungsmessungen mit Abschluss der Programme
enden und somit wenig Wissen über deren langfristige Wirkung in Regionen
vorhanden ist. Gerade dies ist aber ein zentrales Anliegen vieler
Bundesprogramme. Basierend auf den Monitoringergebnissen sowie den eruierten
Erfolgsfaktoren wurden deshalb Empfehlungen zur nachhaltigen Verankerung von Bundesaktivitäten
in Regionen sowie zur Durchführung eines entsprechenden Monitorings formuliert.
BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM KANTON LUZERN: SITUATIONSANALYSE
UND HANDLUNGSOPTIONEN
Die Bedeutung des Arbeitsplatzes als Handlungsfeld
für Gesundheitsförderung und Prävention wurde schon seit längerem erkannt. Studien
haben gezeigt, dass die Förderung der Gesundheit von
Mitarbeitenden nicht nur deren Wohlbefinden und Lebensqualität erhöhen kann,
sondern auch dazu beiträgt, die Absenzen- und Krankheitskosten zu reduzieren,
das Betriebsklima zu verbessern und die Produktivität eines Unternehmens zu
steigern. Die Dienststelle Gesundheit, Gesundheitsförderung
des Kantons Luzern Interface beauftragt, eine Situationsanalyse zum Thema
Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) im Kanton durchzuführen.
„Procap bewegt“ ist ein Pilotprojekt für Kinder, Jugendliche und auch
Erwachsene mit Behinderung, die in Institutionen leben. Ziel des Projekts ist
es, optimale Voraussetzungen zu schaffen, damit sich Menschen mit einer
Behinderung ausreichend bewegen und gesund ernähren können. Dazu werden das
gesamte Setting Institution, die Mitarbeitenden sowie die Angehörigen in das
Projekt eingebunden und geschult. In drei ausgewählten Institutionen wurden passende
Massnahmen, zugeschnitten auf die individuellen Verhältnisse, erprobt und die
Weiterführung der Massnahmen im Leitbild und in den Stellenbeschrieben
verankert. Procap hat Interface beauftragt, die Projektleitung im Hinblick auf
die Erarbeitung von Selbstevaluationen zu unterstützen, die wissenschaftliche
Basis zum Thema Gesundheitsförderung bei Menschen mit Behinderung mittels Datenanalyse
und Literaturrecherche aufzuarbeiten und ein Evaluationskonzept für die Umsetzung
der Massnahmen von „Procap bewegt“ zu erarbeiten.
EVALUATION DER BFU-PRÄVENTIONSKAMPAGNE IM SCHNEESPORT
Um das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung (PSA) im Schneesport
zu fördern, führte die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu)
von 2003 bis Frühling 2007 die nationale Präventionskampagne „Enjoy sport –
protect yourself“ durch. Die neue Schneesportkampagne verfolgte ab November
2007 das Ziel, das Tragen einer PSA im Schneesport zu fördern und – neu – die
jährliche fachgerechte Einstellung der Skibindung zu verbreiten. Auch diese
Kampagne war national angelegt und dauerte vier Jahre. Interface führte im
Auftrag der bfu die Evaluation der Kampagne 2007 bis 2010 durch. Zentrale Zielsetzung
war die Überprüfung der Effektivität der Informationskampagne. Es ging also
insbesondere um die Frage, wie und warum die Kampagne gewirkt oder nicht gewirkt
hat.
LANGFRISTIGE FOLGEN VON VERKEHRSUNFÄLLEN:
PSYCHISCH-PSYCHOSOMATISCHE BESCHWERDEN VON UNFALLBETEILIGTEN UND DEREN
FOLGEN NACH DEM UNFALL
In den letzten Jahren wurden umfangreiche Studien über die
Verkehrsunfälle und ihre volkswirtschaftlichen Folgekosten durchgeführt. In
den bisherigen Arbeiten wurden sowohl die unmittelbaren Unfallfolgen wie
vorübergehende Arbeitsunfähigkeit als auch die permanenten Unfallfolgen (z.B.
Teilinvalidität) berücksichtigt. Demgegenüber sind die später auftretenden
Folgen – also die physischen oder psychischen Störungen –, welche nicht
unmittelbar als Folge des Unfalls auftreten, sondern sich mit grösserem
zeitlichem Abstand zum Unfallereignis einstellen, nicht untersucht. Daraus
resultiert, dass mögliche Spätfolgen, welche schwere gesundheitliche Folgen mit
entsprechend hohen sozioökonomischen Kosten nach sich ziehen können, in den
Statistiken im Zusammenhang mit Strassenverkehrsunfällen nicht auftauchen. Im
Auftrag der SVI hat Interface in Zusammenarbeit mit Ecoplan ein
Evaluationskonzept zur
Erhebung und Analyse von psychisch-psychosomatische Beschwerden von Unfallbeteiligten und deren Folgen
nach dem Unfall erarbeitet.
Der Bereich „Gesundes Körpergewicht“ ist seit 2006 ein Kernthema einer
langfristigen Strategie von Gesundheitsförderung Schweiz
(GFCH). Ziel ist es, den Anteil der Bevölkerung mit einem gesunden
Körpergewicht zu erhöhen. Ein zentrales Element der Strategie sind die Kantonalen Aktionsprogramme Gesundes Körpergewicht (KAP). Sie werden von Gesundheitsförderung Schweiz mit entwickelt, finanziell
unterstützt und inhaltlich begleitet. Mit den KAP sollen in den Kantonen
Rahmenbedingungen geschaffen werden, um der Übergewichtsproblematik bei
Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken.
Als Teil des Wirkungsmanagements erheben
die Kantone in einer Selbstevaluation Leistungen, Aufwendungen und Wirkungen
ihrer KAP-Aktivitäten. Interface hat im Auftrag von Gesundheitsförderung
Schweiz 2007/2008 und 2008/2009 die Selbstevaluationen der Kantone begleitet
und (in Zusammenarbeit mit dem Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie
WIG) synthetisiert.
Der Kanton Zug partizipiert mit dem Kantonalen Aktionsprogramm 2008–2011 (KAP) an der Strategie „Gesundes Körpergewicht“ von Gesundheitsförderung Schweiz. Ein Fokus des Zuger Aktionsprogramms bildet die vorschulische Kinderbetreuung. Im Rahmen eines Projekts sollen einerseits die Kinderbetreuer/-innen zu den Themen Bewegung und Ernährung geschult und andererseits Richtlinien für gesunde Verpflegung und ausreichend Bewegung in ausserfamiliären Betreuungsstätten entwickelt werden. Um Grundlagen für die Konzipierung eines solchen Projekts zu schaffen, hat die Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention des Gesundheitsamts des Kantons Zug Interface mit einer Bedarfsabklärung beauftragt.
Radix, das Schweizer Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung und Prävention, setzte von Anfang 2008 bis Mitte 2010 mit verschiedenen Partnern in 15 Gemeinden der Kantone Bern, Zürich, Freiburg und Waadt das Pilotprojekt „Gemeindeorientierte Tabakprävention“ um. Ziel war es, unter Leitung der kommunalen Exekutive und unter Berücksichtigung der kantonalen und nationalen Gesetzgebung die Verhaltens- und Verhältnisprävention in den Gemeinden zu stärken. Die Evaluation des Pilotprojekts stützte sich auf Selbstevaluationen der zuständigen kantonalen beziehungsweise regionalen Fachberatenden für Tabakprävention, welche die Gemeinden beraten haben, auf Fallstudien in zwei Gemeinden sowie auf telefonische Interviews mit Projektverantwortlichen.
EVALUATION DES VOLLZUGS DES TRANSPLANTATIONSGESETZES
Das Bundesgesetz über die Transplantation von Organen, Geweben und Zellen (TxG) wurde vom Bundesrat auf den 1. Juli 2007 in Kraft gesetzt. Die Koordination des Vollzugs liegt beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Interface führte in dessen Auftrag eine formative Evaluation des Vollzugs im Zeitraum 2007 bis 2009 als Teil einer umfassenden Wirksamkeitsprüfung durch. Die Evaluation soll einen Beitrag zur Optimierung des Gesetzesvollzugs leisten und die Datengrundlagen für die Durchführung einer späteren Gesetzesevaluation liefern. Zudem soll im Rahmen der Evaluation das bereits etablierte ”Monitoring TxG“ beurteilt werden.
EVALUATION DER UMSETZUNG UND DER UNMITTELBAREN EFFEKTE DER NEUEN BESTIMMUNGEN DER KRANKENPFLEGE-LEISTUNGSVERORDNUNG (KLV) ÜBER DIE PSYCHOTHERAPIE
Die geänderten Bestimmungen der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) traten am 1. Januar 2007 in Kraft und betreffen die Modalitäten für die Rückvergütung der ambulanten ärztlichen Psychotherapie. Die Psychotherapeuten/-innen müssen den Versicherungen neu früher und häufiger Rechenschaft über die durchgeführten und geplanten Therapien ablegen. Dadurch bekommen die Vertrauensärzte und -ärztinnen der Versicherungen eine Schlüsselrolle bei der Beurteilung der Notwendigkeit und damit der Rückvergütung der Therapien. Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) führt evaluanda Genf, zusammen mit Interface eine Evaluation der Verordnungsänderung durch. Im Zentrum stehen Fragen zur Optimierung der Umsetzung und zu den unmittelbaren Effekten für die Beteiligten und Betroffenen. Weiter soll die Evaluation einen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage im Bereich der ambulanten ärztlichen Psychotherapie leisten.
DIE VERSORGUNG DER SCHWEIZ MIT SPORTSTÄTTEN. AUSWERTUNG UND
INTERPRETATION EINER BEFRAGUNG DER SCHWEIZER GEMEINDEN
Ausgangspunkt einer bedarfsgerechten Planung von Sportstätten ist eine
fundierte und zuverlässige empirische Bestandesaufnahme. In der Schweiz liegen
jedoch lediglich Schätzungen über die Versorgung der Gemeinden mit Sportanlagen
vor. Diese Wissenslücke soll durch ein vom Bundesamt für Sport (BASPO) finanziertes
und von Interface durchgeführtes Forschungsprojekt gefüllt
werden.
EVALUATION DER ALKOHOLPRÄVENTIONSMASSNAHMEN UND EVALUATION DER MASSNAHMEN ZU FANBETREUUNG AN DER UEFA EURO 2008
Im Juni 2008 haben in der Schweiz und in Österreich die Europa-Fussballmeisterschaften UEFA EURO 2008 stattgefunden. Auch die öffentliche Hand hat für die UEFA EURO 2008 Leistungen erbracht, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Sicherheit. Mit dem Ziel der Gewaltprävention förderte sie zudem unter anderem eine gezielte Fanbetreuung und Alkoholpräventionsmassnahmen. Interface hat im Auftrag der Projektorganisation Öffentliche Hand die Evaluation dieser Massnahmen durchgeführt.
Der Bericht "Strategische Grundlagen der Sozial- und Gesundheitspolitik" stellte im Jahre 2001 in der Stadt Luzern eine Unterversorgung im Bereich der Prävention fest. Weiter wurden das Fehlen eines koordinierten Konzepts sowie fehlende Anreize für eine selbstverantwortliche Gesundheitserhaltung bemängelt. Um die Gesundheitsförderung und Prävention sowie den kommunalen kurativen Bereich (Spitex, Alters- und Pflegeheime, Chronischkranke, Schulzahnarzt) in der Stadt Luzern zu stärken und eventuelle Lücken zu schliessen, möchte die Sozialdirektion ein Gesamtkonzept für die Bereiche Prävention und Gesundheitsförderung sowie für den kurativen Bereich entwickeln. Der Vorschlag wurde von der Ortsgesundheitskommission (OGK) gutgeheissen. In der Folge haben die Verantwortlichen der Sozialdirektion der Stadt Luzern Interface um eine Begleitung des Projekts gebeten. Im Mittelpunkt stand dabei die fachliche Unterstützung bei der Ausarbeitung eines Gesamtkonzepts, die Entwicklung passgenauer Erhebungsinstrumente und die Moderation des Prozesses.
EVALUATION DES PRÄVENTIONSPROGRAMMS «COOL AND CLEAN»
«cool and clean» wurde 2004 lanciert und ist das bedeutendste Programm
für Prävention und Gesundheitsförderung im Sport mit Schwerpunkt Jugendsport.
Das Programm möchte mithelfen, den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu
verhindern oder mindestens das Einstiegsalter zu verzögern sowie junge Sportlerinnen
und Sportler in der Schweiz zu einem fairen und sauberen Sport zusammenzubringen. Die Evaluation von «cool and clean» umfasst insgesamt vier Teilstudien und den Expert Review. Interface organisierte und begleitete den Expert Review und führte die Teilstudie 3 durch.
«COOL AND CLEAN»: BESTANDESAUFNAHME DER RAUCHFREIEN SPORTANLAGEN IN DER SCHWEIZ
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Bundesamt für Sport (BASPO) und
die Swiss Olympic Association führen «cool and clean» als bedeutendstes
Programm für Prävention und Gesundheitsförderung im Sport mit Schwerpunkt
Jugendsport durch. Die operative Umsetzung des Programms liegt in den Händen
der Swiss Olympic Association. «cool and clean» verfolgt einen ganzheitlichen
Präventionsansatz mit dem Thema Tabakkonsum als Schwerpunkt. Unter anderem will
«cool and clean» den Anteil rauchfreier Sportstätten markant erhöhen. Wichtiger
Ausgangspunkt für die Aktivitäten in diesem Bereich ist die Aufnahme des Bestandes
rauchfreier Sportstätten in der Schweiz. Interface hat zu diesem
Zweck eine schriftliche Befragung bei allen Gemeinden in der Schweiz durchgeführt.
Diese Vollerhebung wurde ergänzt durch eine vertiefte Analyse der Situation in
15 zufällig ausgewählten Gemeinden sowie in den Städten Aarau, Lausanne und
Luzern.
VOLKSWIRTSCHAFTLICHER NUTZEN DES AKTIONSPROGRAMMS UMWELT UND GESUNDHEIT (APUG) DES BUNDESAMTES FÜR GESUNDHEIT
Eine innovative Berechnung zeigt erstmals, wie hoch der volkswirtschaftliche Nutzen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) ist. Seit 1997 - so das Ergebnis - haben APUG und der Fachbereich bei Kosten von rund 14 Millionen Franken einen Nutzen von fast 20 Millionen Franken im Bereich Gesundheit erwirkt.
UNTERSTÜTZUNG DER KONZEPTION UND UMSETZUNG DES AKTIONSPLANS UMWELT UND GESUNDHEIT (APUG)
Ab 1999 unterstützte Interface die Sektion Gesundheit und Umwelt des Bundesamtes für Gesundheit bei der Konzipierung und Umsetzung des Aktionsplans Umwelt und Gesundheit (APUG). Der APUG hatte zum Ziel, mittels systematischer Verknüpfung von umweltschonendem und gesundheitsrelevantem Verhalten und in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen staatlichen und privaten Organisationen bis 2007 messbare Fortschritte in den drei Schwerpunktbereichen Mobilität, Natur und Wohnen zu erzielen.
Um
über Entscheidungsgrundlagen für eine strategische und operationelle
Optimierung nationaler Impfprogramme zu verfügen, hat das Bundesamt für
Gesundheit (BAG) Interface mit einer formativen Evaluation des
Präventionsprogramms ”Impf-Information Schweiz“ beauftragt. Ziel der
Untersuchung ist es, die Bekanntheit, die Akzeptanz und die Wirkung des
Programms bei Müttern in der Schweiz zu messen.
Die
von Interface im Auftrag der Fachstelle Radon des Bundesamtes für Gesundheit
(BAG) durchgeführte Zwischenevaluation deckte konzeptionelle Schwächen im Radonprogramm
Schweiz 1994-2014 auf. Die Fachstelle Radon hat Interface deshalb gebeten, sie
bei der Ausarbeitung einer umfassenden Umsetzungsstrategie für das
Radonprogramm zu unterstützen.
Interface
führte 2001 für den Christlichnationale Gewerkschaftsbund der Schweiz (CNG)
eine Evaluation der Informations- und Aktionskampagne "InforMaternité" zum
Thema Mutterschaft und Arbeit durch. Die Evaluation konnte feststellen, dass insbesondere
Migrantinnen ungenügend erreicht werden konnten. Im Jahr 2004 führte Travail.Suisse
zusammen mit einer Partnerorganisation als Folgeprojekt die
Informationskampagne "InfoMutterschaft - für alle Frauen in der Schweiz" durch.
Dabei galt ein besonderes Augenmerk den Migrantinnen. Interface führte eine
Kurzevaluation vor allem zur Zielgruppenerreichung durch.
STUDIE ZUR QUALITÄTSBEURTEILUNG DER BFHI-INITATIVE
Um das Stillen in der Schweiz zu fördern, vergibt die UNICEF Schweiz im
Rahmen der von WHO und UNICEF propagierten Baby Friendly Hospital
Initiative (BFHI) das Qualitätslabel "Stillfreundliche Klinik. UNICEF
Schweiz möchte nun mehr darüber erfahren, warum bei den Spitälern
zunehmend ein Desinteresse an ihrem Qualitätslabel festzustellen ist. Zu
diesem Zweck hat die Organisation Interface mit einer Studie beauftragt.
Ziel der Untersuchung ist es, die Stärken und Schwächen des Labels sowie
die Gründe für den Erwerb/das Beibehalten, respektive
Nicht-Erwerb/Nicht-Beibehalten des Labels zu eruieren. Weiter sollen
Problemfelder ausgemacht und Empfehlungen für das weitere Vorgehen
formuliert werden.
Die Zwischenevaluation beurteilt anhand einer
politikwissenschaftlichen Methodik die Konzeption, den Vollzug und die
Wirksamkeit des Radonprogramms Schweiz. Der Fokus liegt bei den
Aktivitäten der Fachstelle Radon des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
Die Studie zeigt, dass Fortschritte bei der Behebung des Radonproblems
erzielt werden konnten. Insbesondere konnte eine wichtige Etappe, das
Erstellen der Radonkarte, fristgerecht abgeschlossen werden. In Bezug
auf die Umsetzung sind die durchgeführten Massnahmen der Fachstelle
sowie die Akteurzusammenarbeit quantitativ und qualitativ als gut zu
bezeichnen. Das Programm weist jedoch erhebliche konzeptionelle
Schwächen auf. Insbesondere sind die Ziele zuwenig verbindlich
festgelegt, die Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Kantonen nicht
abschliessend geklärt und es fehlt eine zielorientierte
Umsetzungsstrategie. Auf dieser Basis ist nicht zu erwarten, dass die
für 2014 gesetzten Ziele erreicht werden können.
EVALUATION DES ALKOHOLPRÄVENTIONSPROGRAMMS "ALLES IM GRIFF?" 1999-2002
„Alles im Griff?“ ist ein aus verschiedenen Teilprojekten bestehendes
Alkoholpräventionsprogramm und stellt das bisher grösste Engagement des Bundes
in diesem Bereich dar. Die Evaluation der ersten Programmphase 1999-2002 zum
Konzept, der Umsetzung und der Wirkung wurde in einer Arbeitsgemeinschaft aus
drei Instituten unter der Leitung von IPSO Zürich durchgeführt. Dabei
beurteilte Interface, ob das Konzept und die strategischen Entscheide von
„Alles im Griff?“ relevant waren und welches die Stärken und Schwächen des Programms
sind im Hinblick auf eine Fortsetzung von „Alles im Griff?“ nach 2002.
WEITERBILDUNGSPOLITIK DES BUNDESAMTES FÜR GESUNDHEIT (BAG) IM SUCHTBEREICH, EXTERNE EVALUATION
Die Weiterbildung im Suchtbereich (legale und illegale Drogen) ist
seit 1991 Gegenstand eines aktiven Engagements des Bundes. 1996 ging das Bundesamt
für Gesundheit zu einer neuen Konzeption über. Der neue Ansatz wurde probeweise
auf fünf Jahre festgelegt (1996-2001) und im Jahr 2000 evaluiert.
PARTIELLE WIRKUNGSKONTROLLE EINER PRÄVENTIONSKAMPAGNE DER SUVA
Interface hat im Winter 2000/2001 die Präventionskampagne "Check
the Risk" der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt suva
evaluiert. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass das Konzept der Kampagne
schlüssig aufgebaut war und bei der Zielgruppe auf Akzeptanz stiess.
Schwachstellen bildeten unter anderem der zu kurze Zeithorizont der
Kampagne, die fehlende theoretische Fundierung, die mangelhafte
Auswertung von Outputdaten zur Steuerung der Kampagne sowie die eher
unbefriedigende grafische Gestaltung.