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Projekt | 2010
ERNÄHRUNG UND BEWEGUNG IN DEN KITAS IM KANTON ZUG
Der Kanton Zug partizipiert mit dem Kantonalen Aktionsprogramm 2008–2011 (KAP) an der Strategie „Gesundes Körpergewicht“ von Gesundheitsförderung Schweiz. Ein Fokus des Zuger Aktionsprogramms bildet die vorschulische Kinderbetreuung. Im Rahmen eines Projekts sollen einerseits die Kinderbetreuer/-innen zu den Themen Bewegung und Ernährung geschult und andererseits Richtlinien für gesunde Verpflegung und ausreichend Bewegung in ausserfamiliären Betreuungsstätten entwickelt werden. Um Grundlagen für die Konzipierung eines solchen Projekts zu schaffen, hat die Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention des Gesundheitsamts des Kantons Zug Interface mit einer Bedarfsabklärung beauftragt.
UNTERSTÜTZUNG DER KONZEPTION UND UMSETZUNG DES AKTIONSPLANS UMWELT UND GESUNDHEIT (APUG)
Ab 1999 unterstützte Interface die Sektion Gesundheit und Umwelt des Bundesamtes für Gesundheit bei der Konzipierung und Umsetzung des Aktionsplans Umwelt und Gesundheit (APUG). Der APUG hatte zum Ziel, mittels systematischer Verknüpfung von umweltschonendem und gesundheitsrelevantem Verhalten und in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen staatlichen und privaten Organisationen bis 2007 messbare Fortschritte in den drei Schwerpunktbereichen Mobilität, Natur und Wohnen zu erzielen. Nach Abschluss des Programms werden die Entwicklungen in den drei APUG-Pilotregionen während weiterer vier Jahre mittels eines Monitorings beobachtet.
EVALUATION DES VOLLZUGS DES TRANSPLANTATIONSGESETZES
Das Bundesgesetz über die Transplantation von Organen, Geweben und Zellen (TxG) wurde vom Bundesrat auf den 1. Juli 2007 in Kraft gesetzt. Die Koordination des Vollzugs liegt beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Interface führte in dessen Auftrag eine formative Evaluation des Vollzugs im Zeitraum 2007 bis 2009 als Teil einer umfassenden Wirksamkeitsprüfung durch. Die Evaluation soll einen Beitrag zur Optimierung des Gesetzesvollzugs leisten und die Datengrundlagen für die Durchführung einer späteren Gesetzesevaluation liefern. Zudem soll im Rahmen der Evaluation das bereits etablierte ”Monitoring TxG“ beurteilt werden.
EVALUATION DER UMSETZUNG UND DER UNMITTELBAREN EFFEKTE DER NEUEN BESTIMMUNGEN DER KRANKENPFLEGE-LEISTUNGSVERORDNUNG (KLV) ÜBER DIE PSYCHOTHERAPIE
Die geänderten Bestimmungen der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) traten am 1. Januar 2007 in Kraft und betreffen die Modalitäten für die Rückvergütung der ambulanten ärztlichen Psychotherapie. Die Psychotherapeuten/-innen müssen den Versicherungen neu früher und häufiger Rechenschaft über die durchgeführten und geplanten Therapien ablegen. Dadurch bekommen die Vertrauensärzte und -ärztinnen der Versicherungen eine Schlüsselrolle bei der Beurteilung der Notwendigkeit und damit der Rückvergütung der Therapien. Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) führt evaluanda Genf, zusammen mit Interface eine Evaluation der Verordnungsänderung durch. Im Zentrum stehen Fragen zur Optimierung der Umsetzung und zu den unmittelbaren Effekten für die Beteiligten und Betroffenen. Weiter soll die Evaluation einen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage im Bereich der ambulanten ärztlichen Psychotherapie leisten.
DIE VERSORGUNG DER SCHWEIZ MIT SPORTSTÄTTEN. AUSWERTUNG UND
INTERPRETATION EINER BEFRAGUNG DER SCHWEIZER GEMEINDEN
Ausgangspunkt einer bedarfsgerechten Planung von Sportstätten ist eine
fundierte und zuverlässige empirische Bestandesaufnahme. In der Schweiz liegen
jedoch lediglich Schätzungen über die Versorgung der Gemeinden mit Sportanlagen
vor. Diese Wissenslücke soll durch ein vom Bundesamt für Sport (BASPO) finanziertes
und von Interface durchgeführtes Forschungsprojekt gefüllt
werden.
EVALUATION DER ALKOHOLPRÄVENTIONSMASSNAHMEN UND EVALUATION DER MASSNAHMEN ZU FANBETREUUNG AN DER UEFA EURO 2008
Im Juni 2008 haben in der Schweiz und in Österreich die Europa-Fussballmeisterschaften UEFA EURO 2008 stattgefunden. Auch die öffentliche Hand hat für die UEFA EURO 2008 Leistungen erbracht, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Sicherheit. Mit dem Ziel der Gewaltprävention förderte sie zudem unter anderem eine gezielte Fanbetreuung und Alkoholpräventionsmassnahmen. Interface hat im Auftrag der Projektorganisation Öffentliche Hand die Evaluation dieser Massnahmen durchgeführt.
Der Bericht „Strategische Grundlagen der Sozial- und Gesundheitspolitik“ stellte im Jahre 2001 in der Stadt Luzern eine Unterversorgung im Bereich der Prävention fest. Weiter wurden das Fehlen eines koordinierten Konzepts sowie fehlende Anreize für eine selbstverantwortliche Gesundheitserhaltung bemängelt. Um die Gesundheitsförderung und Prävention sowie den kommunalen kurativen Bereich (Spitex, Alters- und Pflegeheime, Chronischkranke, Schulzahnarzt) in der Stadt Luzern zu stärken und eventuelle Lücken zu schliessen, möchte die Sozialdirektion ein Gesamtkonzept für die Bereiche Prävention und Gesundheitsförderung sowie für den kurativen Bereich entwickeln. Der Vorschlag wurde von der Ortsgesundheitskommission (OGK) gutgeheissen. In der Folge haben die Verantwortlichen der Sozialdirektion der Stadt Luzern Interface um eine Begleitung des Projekts gebeten. Im Mittelpunkt stand dabei die fachliche Unterstützung bei der Ausarbeitung eines Gesamtkonzepts, die Entwicklung passgenauer Erhebungsinstrumente und die Moderation des Prozesses.
Im Auftrag von Swiss Olympic unterstützen wir die Programmleitung von «cool and clean» und «Sport rauchfrei» beim Aufbau und
bei der Realisierung der Selbstevaluation und der Fremdevaluation. Konkret
entwickelten wir in enger Zusammenarbeit mit der Programmleitung und einem
Evaluationsspezialisten des Bundesamts für Sport (BASPO) bis Ende Januar 2005
ein Konzept für die Selbstevaluation und stellten bis März/April 2005 geeignete
Instrumente und Hilfen bereit. Seither unterstützen wir die Erstellung der Selbstevaluationsberichte
für «cool and clean». Diese werden jährlich dem
Tabakpräventionsfonds übergeben.
EVALUATION DES PRÄVENTIONSPROGRAMMS «COOL AND CLEAN»
«cool and clean» wurde 2004 lanciert und ist das bedeutendste Programm
für Prävention und Gesundheitsförderung im Sport mit Schwerpunkt Jugendsport.
Das Programm möchte mithelfen, den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu
verhindern oder mindestens das Einstiegsalter zu verzögern sowie junge Sportlerinnen
und Sportler in der Schweiz zu einem fairen und sauberen Sport zusammenzubringen. Die Evaluation von «cool and clean» umfasst insgesamt vier Teilstudien und den Expert Review. Interface organisierte und begleitete den Expert Review und führte die Teilstudie 3 durch.
«COOL AND CLEAN»: BESTANDESAUFNAHME DER RAUCHFREIEN SPORTANLAGEN IN DER SCHWEIZ
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Bundesamt für Sport (BASPO) und
die Swiss Olympic Association führen «cool and clean» als bedeutendstes
Programm für Prävention und Gesundheitsförderung im Sport mit Schwerpunkt
Jugendsport durch. Die operative Umsetzung des Programms liegt in den Händen
der Swiss Olympic Association. «cool and clean» verfolgt einen ganzheitlichen
Präventionsansatz mit dem Thema Tabakkonsum als Schwerpunkt. Unter anderem will
«cool and clean» den Anteil rauchfreier Sportstätten markant erhöhen. Wichtiger
Ausgangspunkt für die Aktivitäten in diesem Bereich ist die Aufnahme des Bestandes
rauchfreier Sportstätten in der Schweiz. Interface hat zu diesem
Zweck eine schriftliche Befragung bei allen Gemeinden in der Schweiz durchgeführt.
Diese Vollerhebung wurde ergänzt durch eine vertiefte Analyse der Situation in
15 zufällig ausgewählten Gemeinden sowie in den Städten Aarau, Lausanne und
Luzern.
VOLKSWIRTSCHAFTLICHER NUTZEN DES AKTIONSPROGRAMMS UMWELT UND GESUNDHEIT (APUG) DES BUNDESAMTES FÜR GESUNDHEIT
Eine innovative Berechnung zeigt erstmals, wie hoch der volkswirtschaftliche Nutzen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) ist. Seit 1997 - so das Ergebnis - haben APUG und der Fachbereich bei Kosten von rund 14 Millionen Franken einen Nutzen von fast 20 Millionen Franken im Bereich Gesundheit erwirkt.
Um
über Entscheidungsgrundlagen für eine strategische und operationelle
Optimierung nationaler Impfprogramme zu verfügen, hat das Bundesamt für
Gesundheit (BAG) Interface mit einer formativen Evaluation des
Präventionsprogramms ”Impf-Information Schweiz“ beauftragt. Ziel der
Untersuchung ist es, die Bekanntheit, die Akzeptanz und die Wirkung des
Programms bei Müttern in der Schweiz zu messen.
Die
von Interface im Auftrag der Fachstelle Radon des Bundesamtes für Gesundheit
(BAG) durchgeführte Zwischenevaluation deckte konzeptionelle Schwächen im Radonprogramm
Schweiz 1994-2014 auf. Die Fachstelle Radon hat Interface deshalb gebeten, sie
bei der Ausarbeitung einer umfassenden Umsetzungsstrategie für das
Radonprogramm zu unterstützen.
Interface
führte 2001 für den Christlichnationale Gewerkschaftsbund der Schweiz (CNG)
eine Evaluation der Informations- und Aktionskampagne "InforMaternité" zum
Thema Mutterschaft und Arbeit durch. Die Evaluation konnte feststellen, dass insbesondere
Migrantinnen ungenügend erreicht werden konnten. Im Jahr 2004 führte Travail.Suisse
zusammen mit einer Partnerorganisation als Folgeprojekt die
Informationskampagne "InfoMutterschaft - für alle Frauen in der Schweiz" durch.
Dabei galt ein besonderes Augenmerk den Migrantinnen. Interface führte eine
Kurzevaluation vor allem zur Zielgruppenerreichung durch.
STUDIE ZUR QUALITÄTSBEURTEILUNG DER BFHI-INITATIVE
Um das Stillen in der Schweiz zu fördern, vergibt die UNICEF Schweiz im
Rahmen der von WHO und UNICEF propagierten Baby Friendly Hospital
Initiative (BFHI) das Qualitätslabel "Stillfreundliche Klinik. UNICEF
Schweiz möchte nun mehr darüber erfahren, warum bei den Spitälern
zunehmend ein Desinteresse an ihrem Qualitätslabel festzustellen ist. Zu
diesem Zweck hat die Organisation Interface mit einer Studie beauftragt.
Ziel der Untersuchung ist es, die Stärken und Schwächen des Labels sowie
die Gründe für den Erwerb/das Beibehalten, respektive
Nicht-Erwerb/Nicht-Beibehalten des Labels zu eruieren. Weiter sollen
Problemfelder ausgemacht und Empfehlungen für das weitere Vorgehen
formuliert werden.
Die Zwischenevaluation beurteilt anhand einer
politikwissenschaftlichen Methodik die Konzeption, den Vollzug und die
Wirksamkeit des Radonprogramms Schweiz. Der Fokus liegt bei den
Aktivitäten der Fachstelle Radon des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
Die Studie zeigt, dass Fortschritte bei der Behebung des Radonproblems
erzielt werden konnten. Insbesondere konnte eine wichtige Etappe, das
Erstellen der Radonkarte, fristgerecht abgeschlossen werden. In Bezug
auf die Umsetzung sind die durchgeführten Massnahmen der Fachstelle
sowie die Akteurzusammenarbeit quantitativ und qualitativ als gut zu
bezeichnen. Das Programm weist jedoch erhebliche konzeptionelle
Schwächen auf. Insbesondere sind die Ziele zuwenig verbindlich
festgelegt, die Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Kantonen nicht
abschliessend geklärt und es fehlt eine zielorientierte
Umsetzungsstrategie. Auf dieser Basis ist nicht zu erwarten, dass die
für 2014 gesetzten Ziele erreicht werden können.
EVALUATION DES ALKOHOLPRÄVENTIONSPROGRAMMS "ALLES IM GRIFF?" 1999-2002
„Alles im Griff?“ ist ein aus verschiedenen Teilprojekten bestehendes
Alkoholpräventionsprogramm und stellt das bisher grösste Engagement des Bundes
in diesem Bereich dar. Die Evaluation der ersten Programmphase 1999-2002 zum
Konzept, der Umsetzung und der Wirkung wurde in einer Arbeitsgemeinschaft aus
drei Instituten unter der Leitung von IPSO Zürich durchgeführt. Dabei
beurteilte Interface, ob das Konzept und die strategischen Entscheide von
„Alles im Griff?“ relevant waren und welches die Stärken und Schwächen des Programms
sind im Hinblick auf eine Fortsetzung von „Alles im Griff?“ nach 2002.
WEITERBILDUNGSPOLITIK DES BUNDESAMTES FÜR GESUNDHEIT (BAG) IM SUCHTBEREICH, EXTERNE EVALUATION
Die Weiterbildung im Suchtbereich (legale und illegale Drogen) ist
seit 1991 Gegenstand eines aktiven Engagements des Bundes. 1996 ging das Bundesamt
für Gesundheit zu einer neuen Konzeption über. Der neue Ansatz wurde probeweise
auf fünf Jahre festgelegt (1996-2001) und im Jahr 2000 evaluiert.
PARTIELLE WIRKUNGSKONTROLLE EINER PRÄVENTIONSKAMPAGNE DER SUVA
Interface hat im Winter 2000/2001 die Präventionskampagne "Check
the Risk" der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt suva
evaluiert. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass das Konzept der Kampagne
schlüssig aufgebaut war und bei der Zielgruppe auf Akzeptanz stiess.
Schwachstellen bildeten unter anderem der zu kurze Zeithorizont der
Kampagne, die fehlende theoretische Fundierung, die mangelhafte
Auswertung von Outputdaten zur Steuerung der Kampagne sowie die eher
unbefriedigende grafische Gestaltung.