EVALUATION DER WIRKSAMKEIT DER NEUEN BUNDESRECHTSPFLEGE
Im Jahr 2007 ist die Totalrevision der Bundesrechtspflege
in Kraft getreten. In einem interdisziplinären Team mit dem Kompetenzzentrum
für Public Management der Universität Bern und der Universität Zürich evaluiert
Interface die Wirksamkeit der Reform der Bundesrechtspflege. Die Evaluation ist
über einen Zeitraum von vier Jahren angelegt und beinhaltet unter anderem breit
angelegte Befragungen aller Mitarbeitenden der eidgenössischen Gerichte sowie
von Anwältinnen und Anwälten. In einem Zwischenbericht wurden die Ergebnisse
der ersten Phase zusammengefasst und aufgezeigt, dass sich die neue Gerichtsorganisation
mit Bundesgericht, Bundesverwaltungsgericht und Bundesstrafgericht sowie die
neu geschaffenen Rechtsmittel und Verfahren grundsätzlich bewähren. Die zweite Phase der Evaluation ist Anfang 2011 gestartet.
DEMOCHANGE — DER DEMOGRAFISCHE WANDEL IM ALPENRAUM: STRATEGIEN ZUR
ANPASSUNG VON RAUMPLANUNG UND REGIONALENTWICKLUNG
Das EU-Projekt DEMOCHANGE beschäftigt sich mit dem demografischen
Wandel sowie dessen Auswirkungen auf verschiedene Bereiche wie
Raumplanung, Regionalentwicklung, soziale Infrastrukturen oder
Landwirtschaft.
Im Oktober 2009 startete das dreijährige Projekt DEMOCHANGE im Rahmen
von Interreg-IV-B Alpine Space. Projektträger in der Schweiz sind
Interface und die Hochschule Luzern –
Soziale Arbeit. In einer ersten Phase wurde der demografische Wandel in
der Zentralschweiz analysiert. Aktuell werden in zwei Modellregionen
(Kanton Nidwalden, Luzerner Seetal) mit Stakeholdern
Adaptionsstrategien entwickelt und später konkrete Modellmassnahmen
lanciert.
EVALUATION DER DUALEN POLIZEIORGANISATION DES KANTONS AARGAU
Interface hat im Auftrag des Departements
Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau eine umfassende Evaluation der
Polizeiorganisation durchgeführt. Die Evaluation liefert Erkenntnisse über den
Vollzug sowie über die Leistungen und Wirkungen der dualen Polizeiorganisation
(mit einer Kantonspolizei und 18 regionalen Korps). Dabei zeigt sich, dass die duale
Polizeiorganisation im Kanton Aargau grundsätzlich gut funktioniert und es
derzeit keinen Grund gibt, zu einer Einheitspolizei zu wechseln. In einzelnen
Bereichen wird jedoch Optimierungsbedarf gesehen. Eine Bevölkerungsbefragung,
die in Zusammenarbeit mit dem LINK Institut durchgeführt wurde, liefert zudem
Informationen über das persönliche Sicherheitsempfinden der Aargauerinnen und
Aargauer sowie eine Beurteilung der Polizeiarbeit im Kanton.
ASSESSMENT UND PERSPEKTIVEN IM HANDLUNGSFELD KLIMA IM SÜDPROGRAMM VON
BROT FÜR ALLE
Im Handlungsfeld Klima möchte Brot für alle das Thema Klimawandel und
die damit verbundenen Auswirkungen in den Ländern des Südens stärker in die
Projektarbeit integrieren. Dabei spielen Partnerorganisationen in der Schweiz
und in den Ländern des Südens eine zentrale Rolle. Im Rahmen eines Assessments
untersuchte Interface, wie es bisher gelungen ist, das Thema Klima und Desaster
Risk Reduction bei diesen Partnerorganisationen zu platzieren. Weiter wurde
analysiert, welche Wirkungen von Brot für alle durchgeführte Klimaworkshops auf
das capacity building im Bereich Klimawandel haben. Hierzu wurde neben
Gesprächen in der Schweiz ein Projektbesuch auf den Philippinen durchgeführt.
Ausgehend von den Resultaten des Assessments wurden spezifische Empfehlungen
für die Gestaltung der zukünftigen Arbeit von Brot für alle im Handlungsfeld
Klima formuliert.
BEURTEILUNG DES PRIESTERPIKETTS DER KATHOLISCHEN KIRCHE IM KANTON ZÜRICH
Die Spitalseelsorge der
Katholischen Kirche des Kantons Zürich hat ein Priesterpikett eingeführt. In
seelsorgerischen Notfällen während der Nacht und am Wochenende stehen total
neun Priester bereit, um Patientinnen und Patienten in den Spitälern zu
besuchen und Sakramente zu spenden. Ein Jahr nach der Einführung des
Priesterpiketts wurde Interface beauftragt, dieses aus externer Sicht zu
beurteilen. Die Beurteilung sowie Empfehlungen wurden in einem Bericht zuhanden
des Synodalrats festgehalten.
EVALUATION DER INITIATIVE „WISSENS- UND TECHNOLOGIETRANSFER“ DER
FÖRDERAGENTUR FÜR INNOVATION (KTI WTT-INITIATIVE)
Die Förderagentur für Innovation des Bundes KTI fördert seit dem Jahr
2006 im Rahmen der Initiative zum Wissens- und Technologietransfer (WTT) so
genannte Konsortien. Diese sollen erstens die Unternehmen befähigen, ihren
forschungsbasierten Wissensbedarf zu kommunizieren, zweitens den
Wissenstransfer von Hochschulen in Richtung der Unternehmen verbessern und
drittens für die Unternehmen als Anlaufstelle für Fragen des WTT im Allgemeinen
funktionieren. Die KTI hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
ISI und Interface beauftragt, die Umsetzung und die Wirkungen der
Dienstleistungen dieser Konsortien zu evaluieren. Die Ergebnisse der Evaluation
sind in die Weiterentwicklung der WTT-Initiative der KTI eingeflossen.
EVALUATION DES VERBUNDS DER AKADEMIEN DER WISSENSCHAFTEN SCHWEIZ
Die vier schweizerischen Akademien der Wissenschaften sowie TA-Swiss und
Science et Cité wurden 2004 bis 2007 einer umfassenden Aufgabenüberprüfung
unterzogen und reorganisiert. Die Reorganisation führte zur Gründung des
Verbunds der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Mit der Reorganisation ging
eine Neuausrichtung der Aufgaben einher. Interface organisierte die Evaluation
der bisherigen Arbeit des Akademienverbunds durch eine Expertengruppe. Zudem
führte Interface eine Evaluation der Organisationsstruktur durch.
BEGUTACHTUNG DER PLANUNGS- UND FÜHRUNGSINSTRUMENTE DER UNIVERSITÄT BERN
Die Universität Bern hat ein System zur Planung und Führung interner wie
externer Abläufe eingerichtet. Die Universitätsleitung hat Interface
beauftragt, das System zu begutachten und somit eine Entscheidungsgrundlage
bezüglich der Anpassung des Systems zu schaffen.
NACHFRAGE NACH ABSOLVENTINNEN UND ABSOLVENTEN VON UNIVERSITÄTEN UND
HOCHSCHULEN
Im Auftrag des
Forums Wirtschaft der Wirtschaftsförderung Luzern, des Gewerbeverbands des
Kantons Luzern, der Luzerner Industrie Vereinigung und der Zentralschweizerischen
Handelskammer hat Interfaceeinen Bericht
zur Nachfrage nach Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen und Universitäten
erstellt. Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung der Mitglieder der
auftraggebenden Körperschaften.
EVALUATION DES KONZEPTS DER KATHOLISCHEN
SPITAL- UND KLINIKSEELSORGE IM KANTON ZÜRICH
Die Spitalseelsorge steht vor grossen Herausforderungen: Beispielsweise
steigt die Zahl älterer Patientinnen und Patienten in den Spitälern und neue
Pflegeformen wie die Palliative Care nehmen an Bedeutung zu. Gleichzeitig nimmt
die durchschnittliche Dauer der Spitalaufenthalte insgesamt ab. Die katholische
Spitalseelsorge des Kantons Zürich hat auf die vielfältigen Herausforderungen
reagiert und ein „Konzept für die katholische Spitalseelsorge“ entwickelt,
welches 2008 in Kraft getreten ist. Interface hat das Konzept und dessen
Umsetzung evaluiert.
Der Verein Euresearch ist das vom Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) über eine Leistungsvereinbarung beauftragte gesamtschweizerische Informations- und Beratungsnetzwerk zur europäischen Forschung. Das SBF hat Interface beauftragt, Organisation und Tätigkeiten von Euresearch zu evaluieren.
Mehr zum ProjektPublikation | 2010
VERGLEICHENDES KANTONSPORTRAIT AARGAU–LUZERN
Die Regierungen der Kantone Luzern und Aargau haben im November 2008 ein Strategiepapier über die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kantonen verabschiedet. Dieses soll den strategischen Überbau für eine weitere Kooperation bilden. Im Strategiepapier ist festgehalten, dass ein vergleichendes Portrait der Kantone Luzern und Aargau erstellt werden soll. Dadurch sollen das Wissen übereinander sowie die Motivation zur Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen gestärkt werden. Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern hat Interface beauftragt, folgende Teile des Kantonsportraits zu erstellen: Input für die Erstellung des Datengerüstes für den Kantonsvergleich, vergleichende Darstellung von sieben Politikfeldern und Erfassung von politischen Trends auf der Stufe der Regierung der beiden Kantone.
Mehr zur PublikationPublikation | 2009
EVALUATION DER AUFGABENTEILUNG ZWISCHEN KANTON UND GEMEINDEN IM KANTON AARGAU
Der Kanton Aargau hat die Aufgabenteilung zwischen Kanton
und Gemeinden neu
geregelt. Interface wurde beauftragt, eine partielle
Evaluation
der Aufgabenteilung durchzuführen. Analysiert wurde zum einen die
materielle Umsetzung der Aufgabenteilung
bei 42 Massnahmen sowie die Erreichung der Zielsetzungen, welche für
die
einzelnen Massnahmen formuliert worden
sind. Zum anderen wurde das Verfahren evaluiert, mit dem die
Kostenneutralität
der Aufgabenteilung für Kanton und Gemeinden sichergestellt worden ist.
Als
Bewertungsmassstab diente ein Vergleich mit den Verfahren, die bei der
Aufgabenteilung in den Kantonen Bern und Luzern verwendet worden sind.
Die
Evaluation formuliert Empfehlungen für zukünftige Phasen der
Arbeitsteilung im
Kanton Aargau.
WIRKUNGSANALYSE DES PROGRAMMS «ECHOS – VOLKSKULTUR FÜR MORGEN» DER SCHWEIZERISCHEN KULTURSTIFTUNG PRO HELVETIA
Das Programm
«echos – Volkskultur für morgen» der Schweizerischen Kulturstiftung Pro
Helvetia hatte zum Ziel, die Verständigung und den Austausch zwischen
Volkskultur und zeitgenössischem Kulturschaffen zu fördern. «echos»
sollte die
Kantone dazu anregen, über die Förderung der Volkskultur nachzudenken.
Darüber
hinaus sollten die Verbände im Bereich der Volkskultur, aber auch
Institutionen
der zeitgenössischen Kultur zu gemeinsamen Projekten animiert werden. Interface hat die Programmleitung bei der Formulierung von
Leistungs- und
Wirkungszielen und Indikatoren unterstützt und die Evaluation der
Wirkungen
durchgeführt. Dazu wurde eine telefonische Befragung aller 26
kantonalen
Kulturbeauftragten durchgeführt. Inwiefern die Wirkungsindikatoren bei
den
PartnerInnen und MultiplikatorInnen erreicht werden konnten, wurde
mittels
einer schriftlichen Befragung untersucht. Darüber hinaus hat Interface
im Rahmen der Befragungen eine Bewertung der Kommunikationsmassnahmen
von «echos» vorgenommen.
ANALYSE IM RAHMEN DER BERICHTERSTATTUNG FLAG IM AUFTRAG DER PROGRAMMLEITUNG FLAG
Der Bund setzt seit 1996 das Projekt „Führen mit Leistungsauftrag und Globalbudget FLAG“ um. Nach einer Startphase mit Pilotprojekten wurde beschlossen, das Projekt schrittweise auszudehnen. Ab 2007 wurden 22 Verwaltungseinheiten auf das Konzept FLAG umgestellt. Weitere Dienststellen werden möglicherweise folgen. Der Bundesrat hat 2008 dem Parlament über die Umsetzung von FLAG Bericht erstattet. Darum nahm die Pogrammleitung FLAG eine Selbstevaluation vor. Interface hatte dabei die Aufgabe, die Selbstevaluation methodisch und inhaltlich zu unterstützen. Dies geschah mittels Reviews von Erhebungsinstrumenten und der Kommentierung von Ergebnissen.
Die politischen Institutionen der Schweizer Kantone sind zwischen 1990
und 2000 stark in Bewegung geraten. Eine Vielzahl von Veränderungen ist zu
beobachten. Diese reichen vom New Public Management (NPM) bis zu
Gemeindefusionen. Das vorliegende Buch gibt einen Überblick über die
Reformaktivitäten in den Jahren 1990 bis 1999 und geht ihren Gründen nach.
HUMAN CAPITAL IN EUROPEAN PERIPHERAL REGIONS:
BRAIN DRAIN AND BRAIN GAIN
Mit der Abwanderung
hochqualifizierter Arbeitskräfte (Brain Drain) verlieren die Randregionen
ökonomisches und soziales Kapital. Ziel des Interreg-Projektes ist es,
zuverlässige Zahlen zu diesem Phänomen zu liefern, aber auch Instrumente zur
Dämpfung des Brain Drain zu entwickeln.
In
drei ausgewählten europäischen Randregionen (Zentralschweiz (CH), Rheinland
Pfalz (D), Twente (NL)) werden Ausmass und Folgen des Brain Drain untersucht.
Basierend auf diesen Daten werden mit verschiedenen Akteuren aus der
Wirtschaft, Politik und Bildung gemeinsam Strategien zur Förderung der
Zuwanderung von hochqualifizieren Arbeitskräften (Brain Gain) entwickelt und umgesetzt.
EVALUATION DER EINFÜHRUNG DES KOSTENRECHNUNGSMODELLS (KRM) AN DEN SCHWEIZER HOCHSCHULEN
Das Bundesamt für Bildung und Wissenschaft BBW wies 1998 die Schweizerische
Universitätskonferenz SUK auf die Notwendigkeit der Einführung einer
Kosten-Leistungsrechnung an den Universitäten hin. Daraufhin setzte die SUK
eine Arbeitsgruppe ein, welche 1999 ein Kostenrechnungsmodell KRM für die Universitäten
vorgelegte. Das KRM soll gemäss dem Konzept der SUK-Arbeitsgruppe den
universitären Institutionen als internes Führungsinstrument dienen, ein
Führungsinstrument der Hochschulträger und der Finanzierer der Hochschulen
(Bund, Kantonen) bilden und Transparenz über die Kosten der Universität bieten.
Der Lenkungsausschuss des KRM hat Interface gemeinsam mit Evaluanda
und BDO Visura Luzern beauftragt, die Konzeption, Planung und Einführung des
KRM bis 2005 zu evaluieren.
KOSTENSCHÄTZUNG DER ERSTELLUNG EINES KATASTERS DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN EIGENTUMSBESCHRÄNKUNGEN (ÖREB)
Das neu zu erarbeitende Geoinformationsgesetz sieht die Schaffung eines
Katasters für öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen (ÖREB) vor. Ziel
eines solchen Katasters soll es sein, die Belastungen auf Grundstücken übersichtlich,
genau und aktuell darzustellen. Die swisstopo beauftragte Interface, die Kosten für den Aufbau eines ÖREB-Katasters zu schätzen. Es
galt auf Basis von Erfahrungswerten aus verschiedenen Kantonen ein Modell
aufzubauen, mit dessen Hilfe die Kosten der Gesetzgebung, die Erfassung der
Geodaten und die Erträge geschätzt werden konnten. Die Untersuchung beinhaltet
auch eine volkswirtschaftliche Analyse der Effekte eines ÖREB-Katasters.
Das Eidgenössische Personalamt möchte die Kaderausbildung beim Bund systematisch
auf Umsetzung und Wirksamkeit hin überprüfen. Zu diesem Zweck erarbeiteten die
Verantwortlichen zusammen mit Interface ein Wirkungsmodell,
welches die Effekte der Kaderausbildung beschreiben und eine systematische
Grundlage zur Messung der Effekte bieten soll.
ANALYSE DER
PROJEKTORGANISATION UND PROJEKTSTEUERUNG DER EXPO.01/02
Im Zentrum der Evaluation stand die Frage nach den Ursachen,
die dazu geführt haben, dass der Bund ein Vielfaches der ursprünglich
vorgesehenen finanziellen Mittel in die Expo einschiessen musste. Es galt die
These zu prüfen, wonach es strukturelle und prozedurale Aspekte gab, welche die
grosse Differenz zwischen der Planung und der Realität erklären können. Die
Evaluation hielt erstens Probleme
systematisch fest, welche im Rahmen der Expo bei der Projektorganisation und
Projektsteuerung auftauchten. Zweitens
konnten daraus Lehren gezogen werden, welche dem Bund helfen, in Zukunft bei
ähnlich gelagerten Projekten Fehler zu vermeiden.
AUFGABENVERÄNDERUNG BEI DEN REGIERUNGSSTATTHALTERN DES KANTONS LUZERN
VORSCHLÄGE FÜR EINEN LEISTUNGSAUFTRAG UND DIE ORGANISATORISCHE EINBINDUNG
Ausgelöst durch die
voranschreitenden Gemeindereformen, das neue Gemeindegesetz sowie den neuen
Finanzausgleich wird das Pflichtenheft der Regierungsstatthalter einige
Änderungen erfahren. Aus diesem Grund befasste sich eine Projektgruppe unter
der Leitung von Interface mit der Frage, wie die Regierungsstatthalter künftig
organisatorisch angegliedert sind und wie ihr Leistungsauftrag auszugestalten
ist, damit die Aufgaben der Regierungsstatthalter entsprechend den geänderten
Rahmenbedingungen weiterhin optimal erledigt werden.
Daraus
wurden Vorschläge erarbeitet, welche in mehreren Workshops diskutiert wurden. Die
Empfehlungen bezüglich der Neuorganisation der Regierungsstatthalter wurden in
einem Bericht zuhanden des Regierungsrates festgehalten.
EINE ANLEITUNG ZUR FORMULIERUNG VON LEISTUNGEN, ZIELEN UND INDIKATOREN IN DER ÖFFENTLICHEN VERWALTUNG
Ziele und Indikatoren bilden wichtige Elemente der
wirkungsorientierten Verwaltungsführung FLAG (Führen mit Leistungsauftrag und
Globalbudget). Interface hat dazu ein Handbuch
erarbeitet. Darin wird Schritt für Schritt
der Aufbau einer Leistungs- und Wirkungsmessung geschildert und gezeigt, wie
Ziele und Indikatoren gesetzt werden können, um Leistungen und Wirkungen
effektiv zu messen. Als Basis dient ein Konzept aus der Policy-Analyse
und der Evaluation. Dieses wird praxis- und umsetzungsgerecht aufbereitet.
ZUSAMMENARBEIT IN AGGLOMERATIONEN
ANFORDERUNGEN - MODELLE - ERFAHRUNGEN
Die Stadt und die Agglomeration Luzern kämpfen mit klassischen
Agglomerationsproblemen: Leistungen im Bereich Verkehr, Wirtschaft, Soziales
und Umwelt sollten gemeinsam erbracht werden. Allerdings sprengen die
Problemgrenzen die geltenden Gemeindegrenzen. Daher braucht es Formen der
Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, die es erlauben gemeinsame
Herausforderungen anzugehen. In einem Teilprojekt von PASL (Projekt Agglo &
Stadt Luzern) half Interface mit, solche Strukturen zu entwickeln
und in der Agglomeration zu verankern. In enger Zusammenarbeit mit den
Gemeinden und im Rahmen eines partizipativen Verfahrens wurden Wege zur
Schaffung von Agglomerationsstrukturen gesucht. Als Ergebnis des Prozesses
wurde von 13 Gemeinden der Verein Luzern plus gegründet.
ZWISCHENEVALUATION REGIO PLUS UND LANDWIRTSCHAFTLICHE ABSATZFÖRDERUNG
Gemäss den Bundesbeschlüssen über die Unterstützung des Strukturwandels
im ländlichen Raum (Regio Plus) und über die Landwirtschaftliche
Absatzförderung (LAV) unterstützen das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco)
und das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) während zehn Jahren Massnahmen im
Bereich Wirtschaftsförderung und Marketing-Kommunikation.
EVALUATION DES PILOTPROJEKTS LEISTUNGSAUFTRAG MIT GLOBALBUDGET IM KANTON SOLOTHURN
1996
startete im Kanton Solothurn unter dem Namen "Schlanker Staat" ein mehrjähriges
Pilotprojekt zur Erprobung des Führungsinstrumentes "Leistungsauftrag mit
Globalbudget". Interface evaluierte die Pilotphase, um fundierte Grundlagen für
den Grundsatzentscheid bereitzustellen, ob die Verwaltung des Kantons Solothurn
als Ganzes oder in bestimmten Teilbereichen auf die wirkungsorientierte
Verwaltungsführung WOV umgestellt werden soll. Dazu wurden Veränderungen auf
drei Ebenen untersucht: Auf der politischen Ebene (Regierung/Parlament), auf
der administrativen Ebene (Verwaltung) und bei der Wahrnehmung der Zielgruppe
(Bevölkerung).