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Publikation | 2010
FUSS- UND VELOVERKEHRSFÖRDERUNG ALS WIN-WIN-SITUATION
Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sind ganz eindeutig im Interesse der Allgemeinheit. Dies belegt ein aktueller Überblick über die nationale und internationale Forschung zu diesem Thema, welcher im Rahmen einer Mobilitätstagung an der diesjährigen sun21 präsentiert wird.
Der Literaturüberblick macht aber auch deutlich, wie gross der Mangel an methodisch überzeugenden Studien zum volkswirtschaftlichen Nutzen des Fuss- und Veloverkehrs nach wie vor ist. Noch immer wissen wir viel zu wenig über diese Verkehrsarten, was einer Optimierung der staatlichen Förderstrategien zurzeit manchmal im Wege steht.
In einem breit abgestützten Prozess wurde in den Jahren 2002 bis 2003 das Waldprogramm Schweiz WAP-CH erarbeitet. Ausgestaltet als Handlungsprogramm soll WAP-CH die Basis der Waldpolitik des Bundes für die Jahre 2004 bis 2015 bilden. Das BAFU hat Interface nun beauftragt, eine Analyse der Zielerreichung und der Massnahmenumsetzung des WAP-CH durchzuführen und die Veränderung der wesentlichen Umfeldfaktoren der letzten Jahre aufzuzeigen. Weiter wird Interface das BAFU bei der Überprüfung der Strategie für die Zielerreichung in der zweiten Periode des WAP-CH unterstützen.
NUTZUNG VON MULTIMODALEN VERKEHRS- UND ROUTENWAHLINFORMATIONEN
Das Tiefbauamt der Stadt Zürich beauftragte Interface im Sommer 2009, ein allfälliges Bedürfnis der Bevölkerung für einen multimodalen Routenplaner abzuklären. Die Ergebnisse einer breit angelegten Befragung und einer ergänzenden Fokusgruppe zeigten, dass ein Interesse an einem webbasierten,multimodalen Routenplaner als Ergänzung zu den bestehenden, bereits recht breit genutzten monomodalen (nur ein Verkehrsmittel betreffenden) Routenplanern besteht. Ein solches Angebot soll mit bestehenden Plattformen kooperieren, webbasiert und mit mobilen Endgeräten nutzbar sein. Zumindest in einer ersten Phase soll sich der multimodale Routenplaner besonders an eine eher junge, gutgebildete Gruppe der „early adopters“ wenden.
WIRKSAMKEIT VON INSTRUMENTEN ZUR STEIGERUNG DER ENERGIEEFFIZIENZ UND ZUR FÖRDERUNG ERNEUERBARER ENERGIEN
Im Rahmen der Veranstaltungen des Vereins Energie Trialog Schweiz im Jahr 2007 ist die Frage nach der Wirksamkeit staatlicher Steuerungsinstrumente im Energiebereich aufgetaucht. Die Verantwortlichen von Energie Trialog Schweiz beauftragten Interface damit, mittels einer Literaturauswertung einen Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Steuerungsinstrumente im Energiebereich zu erstellen. Es wurden total 149 Untersuchungen aus dem In- und Ausland, die zwischen 2000 und 2008 verfasst wurden, in die Literaturauswertung einbezogen. Der Schlussbericht ist im Rahmen einer Veranstaltung mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft im Frühjahr 2009 diskutiert worden.
BESEITIGUNG VON HEMMNISSEN BEI DER VERBREITUNG VON WÄRMEKRAFTKOPPLUNG (WKK) IN DER SCHWEIZ
Bereits seit den Anfängen einer nationalen Energiepolitik wurde der Einsatz von WKK-Anlagen als vielversprechende Option zur effizienten Produktion von Strom und Wärme betont. Die Realität kontrastiert stark mit den zum Teil sehr hohen Erwartungen an die WKK: Mit Ausnahme des Einsatzes in Kehrichtverbrennungsanlagen konnten sich WKK-Anlagen in der Schweiz bisher in keinem Anwendungsbereich auf breiter Front durchsetzen. Das Bundesamt für Energie hat Interface zusammen mit dem Kompetenzzentrum für Public Management kpm sowie Enerprice Partners AG beauftragt, die Hemmnisse bei der Verbreitung von Wärmekraftkopplungen in der Schweiz zu analysieren.
EIN UMZUG IN RICHTUNG NACHHALTIGKEIT?
DIE AUSWIRKUNGEN VON WOHNORTSWECHSELN AUF MOBILITÄT UND SIEDLUNGSENTWICKLUNG
NFP 54: NACHHALTIGE SIEDLUNGS- UND INFRASTRUKTURENTWICKLUNG
Im Projekt wird die Wirkung einer Mobilitätsberatungs-Intervention
auf Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger in städtischen Agglomerationen im
Rahmen eines Panels getestet. Die Studie ist Teil des Nationalen
Forschungsprogramms 54 ”Nachhaltige Siedlungs- und
Infrastrukturentwicklung“.
Jeder fünfte Haushalt in der Schweiz ist autofrei, in den Innenstädten lebt oft sogar mehr als die Hälfte der Bevölkerung ohne eigenes Auto. Im Rahmen von Spezialauswertungen der Mikrozensen Verkehr 1994, 2000 und 2005 so wie der eidgenössischen Verbrauchserhebung 2005 sollen die autofreien Hauhalte bezüglich Sozioökonomie und Mobilitätsverhalten vertieft analysiert werden. Insbesondere sollen auch Trendentwicklungen seit 1994 aufgezeigt werden. Gleichzeitig wird nach Haushalten gesucht, welche Kandidaten für die Autofreiheit sein könnten.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) führt gemäss Art. 18 des Eisenbahngesetzes (EBG) alle Plangenehmigungsverfahren (PGV) für Eisenbahnanlagen durch. Interface wurde zusammen mit Rapp Infra AG (Basel) und dem Advokaturbüro Ursula Schneider Schüttel (Murten) beauftragt, das Plangenehmigungsverfahren zu evaluieren. Überprüft wurde die Übereinstimmung der internen Regeln des BAV mit den gesetzlichen Grundlagen, der internen PGV-Bearbeitung mit den aufgestellten Regeln sowie der Verfügungen mit den gesetzlichen Grundlagen. Die Evaluation beinhaltete eine explorative Phase zur Präzisierung des Vorgehens, eine analytische Phase mit verschiedenen empirischen Untersuchungsteilen und eine Synthesephase mit der Berichterstattung. Als Ergebnis wurden sowohl eine Beurteilung der aktuellen Lage als auch Empfehlungen zu den PGV-Fristen, den personellen Ressourcen, der Organisation und Führung des Verfahrens, der Dossierführung und Sicherheitsprüfung, der Datenbanken sowie der Rahmenbedingungen formuliert.
Mehr zur PublikationPublikation | 2008
ANALYSE FINANZIELLER MASSNAHMEN IM ENERGIEBEREICH: THEORETISCHE REFLEXION DER WIRKUNGSWEISE UND AUSWERTUNG EMPIRISCHER STUDIEN
Im Politikfeld der Energie läuft eine Diskussion um die Wahl finanzieller Instrumente zur Erreichung von ökonomischen und umweltpolitischen Zielen. Im Auftrag des Bundesamts für Energie hat Interface die verschiedenen finanziellen Massnahmen theoretisch analysiert. In der Untersuchung werden die finanziellen Massnahmen klassifiziert, der Mitnahmeeffekt beschrieben und aus theoretischen wie empirischen Befunden Schlüsse für die zukünftige Gestaltung von finanziellen Massnahmen im Energiebereich abgeleitet.
KONZEPT, VOLLZUG UND WIRKUNG DER VERBRAUCHSABHÄNGIGEN HEIZ- UND WARMWASSERKOSTENABRECHNUNG (VHKA)
Die verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung (VHKA) zählt zu den Energiesparinstrumenten der ersten Stunde. Bereits nach der Erdölkrise 1973 haben verschiedene Kantone der Schweiz die VHKA eingeführt. Allerdings wird der Sinn und der Nutzen der VHKA stark unterschiedlich beurteilt: Verschiedene Kantone halten die Massnahme für hoch wirksam. Hauseigentümer und auch verschiedene politische Kreise hingegen kritisieren die VHKA als bürokratisches, kompliziertes und unwirksames Instrument. Das Projekt soll den Stand der Umsetzung der VHKA in den Kantonen darstellen und die Wirksamkeit bei den Zielgruppen untersuchen.
Die
Mobilitätssysteme in den grossen Schweizer Städten gelten international
als
vorbildlich. Der historische Vergleich mit Deutschen Städten zeigt die
Unterschiede in einem neuen Licht und relativiert gängige
verkehrswissenschaftliche Erklärungsansätze: Entscheidend waren weniger
ökonomische Faktoren oder die grössere ÖV-Affinität in der Schweiz. Den
Ausschlag gaben vielmehr Faktoren ausserhalb der eigentlichen
Verkehrspolitik,
so etwa die autofreundlichen Finanzierungsmechanismen für
Verkehrsinfrastruktur
in Deutschland und die Mechanik der halbdirekten Demokratie in der
Schweiz,
welche in den 1960er Jahren Schlüsselprojekte für das Auto anders als
in
Deutschland verhinderten.
EVALUATION DER INFORMATION UND BERATUNG VON ENERGIE SCHWEIZ
Das Programm EnergieSchweiz des Bundesamtes für Energie (BFE) hat eine
Vielzahl von Massnahmen ausgelöst, die sich unter dem Oberbegriff „Information
und Beratung“ zusammenfassen lassen und die die Verbreitung von erneuerbaren
Energien und die rationelle Energienutzung unterstützen sollen. Die Informations-
und Beratungsmassnahmen werden in der Regel durch Agenturen umgesetzt: Dies
sind Unternehmen oder Zusammenschlüsse von mehreren Organisationen, die im
Auftrag des BFE Information und Beratung durchführen. Gegenwärtig sind 16
Agenturen im Rahmen von EnergieSchweiz aktiv. Das BFE beauftragte Interface damit, eine summative Beurteilung der vielfältigen Informations-
und Beratungsmassnahmen vorzunehmen. Dazu wurde erstens eine vollständige Aufnahme aller
einschlägigen Massnahmen durchgeführt und diese zweitens einer systematischen Beurteilung unterzogen. Diese
Beurteilung beinhaltet eine Analyse der Konzeption, des Vollzugs, des Outputs
und der Effekte bei den Zielgruppen (Impacts).
Im Rahmen des Projekts „Emmental
bewegt“ wird eine Vielzahl von neuen und bewährten Mobilitätsangeboten
umgesetzt und ein Prozess in Richtung Nachhaltigkeit im Verkehr eingeleitet. Das Projekt wird von Beginn weg von einem
Evaluationsteam begleitet, damit die Ergebnisse schon während des Projektverlaufs
genutzt werden können (formativer Charakter der Evaluation). Die Evaluation
umfasst aber auch Elemente einer Wirkungsanalyse. Methodische Kernelemente sind
eine Bevölkerungsbefragung (Panel) und eine Kosten-Nutzen-Analyse. Interface
führt das Projekt gemeinsam mit der Sozialforschungsstelle
der Universität Zürich durch.
Interface Politikstudien
wurde in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Büro Vatter von der Abteilung Internationales
des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) beauftragt, eine Überprüfung der Wirksamkeit
und der Effizienz der schweizerischen Umweltaussenpolitik durchzuführen. Die
Arbeit wurde anhand von Dokumentenanalysen und mittels Interviews mit wichtigen
Akteuren im Kontext der schweizerischen Umweltaussenpolitik im In- und Ausland
durchgeführt.
Als Teil eines grösseren Forschungsprojekts wird die Akzeptanz von
verschiedenen Mobility-Pricing-Modellen getestet. Die Modelle werden auf Grund
von Erfahrungen im Ausland und unter Berücksichtigung parallel laufender
Forschungsprojekte entwickelt und in Fokusgruppen sowie einer repräsentativen
Bevölkerungsbefragung getestet.
ERFOLGSKONTROLLE DES SCHUTZES VON TROCKENWIESEN UND -WEIDEN
Der Bund hat alle Trockenwiesen und -weiden (TWW) von nationaler
Bedeutung in einem Inventar erfasst. Die Kantone sind dazu angehalten, diese
Flächen mit Verträgen oder Verordnungen zu schützen. Mittels einer umfassenden
Evaluation hat Interface zusammen mit Hirsig Umweltberatung Konzept,
Vollzug und Wirkung des TWW-Schutzes beurteilt. Die Ergebnisse der Evaluation
erlauben es, spezifische Empfehlungen für eine Verbesserung des Schutzes in
allen Kantonen zu formulieren.
Das Ortszentrum der Berner Vorortsgemeinde Köniz wurde zwischen 2001
und 2004 umgestaltet:
Neben einer neuen Verkehrsführung entstanden ein lokales
Einkaufszentrum und neu gestaltete öffentliche Räume.
Zwei umfassende Analysen von Interface von 2005 und 2006
zeigen die Wirkungen der Verkehrs- und Gestaltungsmassnahmen sowie der veränderten kommerziellen Angebote aus der
Sicht der Bevölkerung, der Verkehrsteilnehmer, der Gewerbetreibenden
und der in Köniz einkaufenden
Personen.
Die Ergebnisse der Wirkungsanalysen zeigen eine hohe Zufriedenheit mit
der Umgestaltung. Der Angebotsausbau an kommerziellen Dienstleistungen wird nachgefragt und
geschätzt, und die
Aufenthaltsqualität zeigt sich markant verbessert. Die lokalen
Quartierzentren in Köniz vermögen
sich momentan noch zu halten, könnten
aber ohne neue Impulse durch das erfolgreiche neue
Zentrum unter Druck geraten. Nach erfolgten Modifikationen bei der Tempo-30-Zone
auf der
zentralen Hauptstrasse wird nun auch die neue Verkehrslösung (ohne Fussgängerstreifen,
aber mit Mittelzone, Pförtnerung und Ventillösung) bei der Könizer Bevölkerung
gut akzeptiert.
EVALUATION DER STRATEGIE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG 2002
Mit der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2002 will der Bundesrat das
Konzept der Nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz umsetzen. Interface
führte in Zusammenarbeit mit evaluanda (Genf) eine
Gesamtevaluation der Strategie durch. Es wurden Optimierungsvorschläge im
Hinblick auf die Überarbeitung der Strategie (Strategie Nachhaltige Entwicklung
2007) erarbeitet.
EVALUATION BESTELLVERFAHREN IM KOMBINIERTEN VERKEHR
Der kombinierte Verkehr hat in den letzten Jahren ein beachtliches
Wachstum erlebt. Evaluiert wurde das für 2006 geltende Bestellverfahren für den
kombinierten Verkehr. Das Verfahren erfüllt die gestellten Anforderungen nach
den verschiedenen Anpassungen der letzten Jahre weitgehend. Insbesondere wurden
beim Hauptziel, die Kräfte des Marktes durch die Subventionen so wenig wie
möglich zu verzerren, grosse Fortschritte erzielt. Konzeptionelle
Verbesserungen und Vereinfachungen im Vollzug sind jedoch noch möglich.
Beispielsweise sollten in Zukunft alle Subventionen an die KV-Operateure gehen,
die Trassenpreissubvention kann aufgehoben werden. Weiter wurde die Festlegung
von einheitlichen relationsspezifischen Abgeltungssätzen mit langfristig
vorgegebenem Absenkungspfad empfohlen. Schliesslich kann wohl auf die Einreichung
von Planrechungen und von Ist-Rechnungen per Mitte Jahr verzichtet werden.
Bei BiomassEnergie handelt es sich um eine seit 2001 bestehende
Organisation, die im Rahmen des nationalen Programms EnergieSchweiz ins Leben
gerufen wurde. Ihre Aufgaben bestehen darin, die Aktivitäten bestehender
Marktakteure bei der energetischen Verwendung von Biomasse (ohne Holz) zu
koordinieren und Massnahmen (Information, Ausbildung, Beratung und Begleitung
von Projekten), welche die Verbreitung von Anlagen zur energetischen Nutzung
von Biomasse fördern, durchzuführen. Das Bundesamt für Energie hat Interface beauftragt das Netzwerk BiomassEnergie zu evaluieren, um einen
allfälligen Handlungsbedarf für eine strategische Anpassung erkennen zu können.
In der Evaluation von Car-Sharing in der Schweiz beurteilte Interface
zusammen mit INFRAS die Wirkungen und die energetische
Gesamtbilanz dieser Mobilitätsform. Sie prüfte, inwiefern neue
Rahmenbedingungen die energetischen Wirkungen verändert haben, welche
Auswirkungen Car-Sharing auf das Verkehrs- und Mobilitätsverhalten der
Kundengruppen hat und welches energetische Potenzial Car-Sharing heute in der
Schweiz besitzt.
VERWESENTLICHUNG UND VEREINFACHUNG DER VOLLZUGSHILFEN DES BAFU
Interface evaluierte im Auftrag des Bundesamtes für
Umwelt (BAFU) die Vollzugshilfen des BAFU. Diese Publikationen präzisieren
zuhanden der Kantone unbestimmte Rechtsbegriffe. Es wurden Optimierungsvorschläge
für die Vollzugshilfen des BAFU formuliert, die in eine BAFU-interne Weisung
eingeflossen sind.
Das Bundesamt für Energie hat Interface gemeinsam mit Prof. Lienhard vom Kompetenzzentrum für
Public Management der Universität Bern (kpm) beauftragt, Strategien für die
Einführung eines Gebäude Energieausweises in der Schweiz zu prüfen. Dabei galt
es zu prüfen, ob es eine Erfolg
versprechende energiepolitische Strategie gibt, welche die Einführung eines
Gebäude Energieausweises in der Schweiz erlaubt und aufzuzeigen,
welches Vollzugsmodell in unserem föderalen System angemessen ist. Die Studie wurde in vier
Arbeitsschritten realisiert. In einem ersten Arbeitsschritt wurden ausländische
Erfahrungen bei der Einführung von Energieausweisen für Gebäude ausgewertet. In
einem zweiten Schritt galt es, Vorschläge für eine Umsetzungsstrategie zu
formulieren und mit einer Begleitgruppe bestehend aus den relevanten Umsetzungsakteuren zu diskutieren.
Danach wurde in Arbeitsschritt drei die rechtliche Machbarkeit der Strategien
überprüft, die politische Akzeptanz beurteilt und die Reichweite sowie Wirksamkeit
der Strategien untersucht. In Arbeitsschritt vier wurden Empfehlungen formuliert
und mit der Begleitgruppe besprochen.
Die Wahl des besten Verkehrsmittels ist oft nicht
einfach, denn die Mobilitätsangebote werden immer vielfältiger. Wer seine
Verkehrsmittelwahl optimiert, kann viel Geld, Zeit und Nerven sparen. Seit
Mitte 2006 unterstützt der Mobilitätsdurchblick
Schweiz Interessierte bei der
kritischen Begutachtung ihrer Mobilitätsgewohnheiten, seit Mai 2007 auch
online (www.mobilitaetsdurchblick.ch). Angesprochen ist eine Vielzahl von Zielgruppen: Neuzuzüger beziehen die
Verkehrsgunst in die Standortwahl ein, junge Paare stellen sich bei der
Familiengründung auf neue Mobilitätsformen ein, Senioren planen die mobile Zeit
nach der Pensionierung usw.
Die Beratung mit dem Online-Check von
Mobilitätsdurchblick Schweiz erfolgt in drei Schritten.
Erstens
genügen wenige
Eingaben
im Online-Check für eine sofortige erste Auswertung.
Zweitens können Interessierte nach Beantwortung einiger
Zusatzfragen im Online-Check eine professionelle
Mobilitätsberatung anfordern. Drittens erhalten
Interessierte auf Wunsch brieflich eine ausführlichere Analyse und zwei massgeschneiderte
Vorschläge für die eigene Mobilität.
BEGLEITENDE EVALUATION DER ERSTELLUNG DES KATASTERS DER BELASTETEN STANDORTE (KBS) IM KANTON ZÜRICH
Gestützt auf das USG hat die Baudirektion des Kantons Zürich dem Amt für
Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) den Auftrag erteilt, die Erstellung des
Katasters der belasteten Standorte (KbS) in die Wege zu leiten. Zur
Unterstützung des Projekts wurde Interface mit der begleitenden
Projektevaluation beauftragt. Diese soll den Verantwortlichen helfen, die
effektive Zielorientierung des Projekts laufend zu überprüfen. Zudem soll sie
der Rechenschaftsablage gegenüber den vorgesetzten Stellen und dem Parlament
dienen. Um einen Überblick über Stand und Vorgehensweisen bei der Erstellung
der Kataster in den Ostschweizer Kantonen zu erhalten, hat Interface 2003 eine
vergleichenden Erhebung ausgewählter Indikatoren durchgeführt. 2004 und 2005 wurden
rund 400 StandortinhaberInnen telefonisch zu ihrer Zufriedenheit mit der
Kommunikation des AWEL befragt. Mehr zum ProjektProjekt | 2006
FINANZIELLE ANREIZE FÜR EFFIZIENTE FAHRZEUGE
Verschiedene finanzielle Anreize zur Förderung
energieeffizienter Fahrzeuge im In- und Ausland werden vergleichend evaluiert.
Im Vordergrund stehen die beiden Projekte VEL2 im Tessin und NewRide in Basel
und Zürich.
EVALUATION DES PROGRAMMS RESSOURCEN- UND UMWELTMANAGEMENT IN DER BUNDESVERWALTUNG (RUMBA)
Im Auftrag der parlamentarischen Verwaltungskontrolle evaluiert
Interface in Zusammenarbeit mit Evaluanda (Genève) zuhanden der ständerätlichen
GPK die Umsetzung und die Wirkungen des Umwelt- und Ressourcenmanagements
(Rumba) in der Bundesverwaltung.
EVALUATION VON BRANCHENVEREINBARUNGEN IM KANTON ZÜRICH
Der
Kanton Zürich will angesichts knapper Ressourcen vermehrt Umweltkontrollen bei
Betrieben an die Branchenverbände ausgelagern. Interface sammelt die bisherigen
Erfahrungen und evaluiert sieben solcher Vereinbarungen bezüglich effizientem
und wirksamem Erreichen der ökologischen Ziele.
MACHBARKEITSSTUDIE "EVALUATION DER BISHERIGEN UMWELTPOLITIK"
Interface führte im Auftrag des BUWAL eine
Machbarkeitsstudie zur Evaluation der schweizerischen Umweltpolitik durch.
Dabei war zu klären, in welchen Bereichen welches Wissen zur Wirksamkeit und
der Effizienz der Umweltpolitik des BUWAL vorliegt und wo Lücken bestehen. Auf
dieser Basis wurde ein Evaluationskonzept erarbeitet. Dieses ist auf das Ziel
einer Verbesserung der Wirksamkeit und der Effizienz der Politik des BUWAL
ausgerichtet.
INTERNATIONALER VERGLEICH VON ENERGIESTANDARDS IM BAUBEREICH
Im
Auftrag des Forschungsprogramms Energiewirtschaftliche Grundlagen haben
Interface und das Fraunhofer-Institut für
Systemtechnik und Innovationsforschung Genese, Vollzug und Schärfe der
Energiestandards der Schweiz mit vier europäischen Staaten verglichen. Als
Energiestandards werden gesetzlich verankerte Vorschriften zum Energieverbrauch
definiert, welche beim Bau von Gebäuden zwingend beachtet werden müssen. Für
den Vergleich herangezogen wurden die Länder Österreich, Deutschland, die
Niederlande und Dänemark. Ziel der Untersuchung war es, die Energiestandards
der Schweiz im internationalen Kontext zu situieren und dabei Gemeinsamkeiten
und Unterschiede zu identifizieren. Ausgehend von der Analyse wurden Schlussfolgerungen
und Empfehlungen abgeleitet.
WIRKUNGSANALYSE DES INNOVATIVEN MITNAHMESYSTEMS CARLOS
Der
Pilotversuch CARLOS ist ein System für einen "öffentlichen Individualverkehr"
mit dem Ziel der Feinverteilung des öffentlichen Verkehrs in einer ländlichen
Region (Burgdorf BE). Die Studie untersucht die gesellschaftliche Akzeptanz,
Nutzungskennziffern des Mitfahrsystems und die verkehrlichen Auswirkungen in
der Region.
KONZEPT FÜR DIE EVALUATION DES PROJEKTS BAHN 2000 ERSTE ETAPPE (B21)
Beim Projekt Bahn 2000 handelt es sich um eine der grössten Investitionen
in den öffentlichen Verkehr der letzten Jahre. Interface hat im
Auftrag des Bundesamtes für Verkehr die konzeptionellen Grundlagen für die
Evaluation dieses Vorhabens gelegt. Im Zentrum der geplanten Untersuchung
sollen Veränderungen in den Reisezeiten und der Reiseattraktivität,
Veränderungen in der Wahrnehmung des Angebotes durch die Kundinnen und Kunden
sowie die verkehrlichen Wirkungen stehen. Dabei soll die gesamte Transportkette
(Fern- und Regionalverkehr, Bahn und Bus) in die Analyse einbezogen werden.
Die
Studie untersuchte die Wirkungen der Mobilitätskampagne "Alpen retour" des
Schweizer Alpen-Clubs auf die beiden Zielgruppen Sektionen und
Einzelmitglieder. Ziel der Kampagne war die Umlagerung von einer Million
Auto-Personenkilometern auf öffentliche Verkehrsmittel im SAC-Bergsport. Die
Studie liefert Grundlagen darüber, welche Ansatzpunkte und Massnahmenpakete
sich für weitere Vorhaben im Freizeitverkehrsbereich erfolgsversprechend weiter
verwenden lassen.
Mehr zur PublikationPublikation | 2004
E-TOUR, ELECTRIC TWO-WHEELERS ON URBAN ROADS
Mit
Mobilitätstagebüchern, Fahrleistungserhebungen und ergänzenden Interviews
wurden die Effekte elektrischer Zweiräder auf das Mobilitätsverhalten von
Haushalten analysiert. Insgesamt beteiligten sich zirka 300 Haushalte an dieser
Untersuchung.
Die
Evaluation umfasst die Analyse der Konzepte, des Marketings sowie der Wirkungen,
welche die Netzwerke von EnergieSchweiz in den Bereichen Holz, Sonne,
Wärmepumpen, Geothermie, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraftwerke auslösen.
VERFAHREN VON TECHNOLOGY ASSESSMENT IM VERKEHRSWESEN
Auf der Basis von drei Fallstudien in den Bereichen
Agglomerations- (Video-Enforcement), Freizeit- (Anreiseverkehr im
Winter-Tagestourismus), und Güterverkehr (Zutrittsysteme) testet dieser
Forschungsauftrag verschiedene Ansätze eines Technology Assessment (TA)
bezüglich ihrer Eignung für verkehrspolitische Fragestellungen.
WISSENSCHAFTLICHES WISSEN IN DER POLITISCHEN AUSEINANDERSETZUNG
FALLSTUDIE ZUR GENESE DES CO2-GESETZES
Die Arbeitsgruppe Transdisziplinarität der SATW beauftragte Interface
damit, den Transfer und die Nutzung von wissenschaftlichem
Wissen im politischen Prozess anhand des Fallbeispiels Klimawandel und Entstehung
des CO2-Gesetzes zu analysieren und darauf basierend Empfehlungen
auszuarbeiten.
EVALUATION DER UMWELTTECHNOLOGIEFÖRDERUNG DES BUNDESAMTES FÜR UMWELT, WALD UND LANDSCHAFT (BUWAL)
Das
Umweltschutzgesetz sieht vor, dass der Bundesrat die Umwelttechnologieförderung
im Fünfjahresrhythmus beurteilt und den Eidgenössischen Räten über die
Ergebnisse Bericht erstattet. Die Verantwortlichen des BUWAL haben Interface mit der Evaluation der BUWAL
Umwelttechnologieförderung beauftragt.
WIRKUNGSANALYSE ZUM LFI1 UND LFI2 UND BEDARFSANALYSE FÜR DAS LFI3
Nach
Abschluss des zweiten Landesforstinventars (LFI) und im Vorfeld des dritten LFI
hat Interface im Auftrag der Eidgenössischen Forstdirektion die Auswirkungen
der ersten beiden Inventare (LFI1 und LFI2) analysiert. Die formellen
Grundlagen, die LFI-Leistungen und die LFI-Nutzung sind evaluiert, und
Empfehlungen für die zukünftige LFI-Umsetzung sind formuliert worden. Auf
dieser Basis hat Interface für die Ausgestaltung des dritten LFI acht Module
definiert und damit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Beurteilung
der Durchführbarkeit und die Finanzierung geschaffen.
KONZEPT FÜR EIN INTEGRIERTES POLITIK- UND UMWELTBEOBACHTUNGSSYSTEM
Im
Hinblick auf eine über die klassische Umweltbeobachtung hinausgehende Erfassung
von politisch-administrativen Entscheidungen als Bestimmungsgrössen für
Veränderungen von Umweltqualität wurde im Rahmen des Schwerpunktprogramms
Umwelt des SNF ein praxisgetestetes Konzept entwickelt. Die herkömmlichen
naturwissenschaftlichen Dimensionen werden dabei mit denjenigen der
Politikanalyse anhand eines Geographischen Informationssystems (GIS) verknüpft.
Damit wird "Politik" zur operationalen Erklärungsgrösse für Veränderungen in
der natürlichen Umwelt.
PROGRAMMWIRKUNGEN UND FOLGERUNGEN AUS DER EVALUATION
Das Aktionsprogramm Energie 2000 wurde kontinuierlich durch unabhängige
Expertinnen und Experten im Hinblick auf seine Wirkungen evaluiert.
Zwischen 1991 und 1999 sind rund 50 wissenschaftliche Untersuchungen
entstanden. Sie befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten des
Programms.
Mit dem vorliegende Buch werden die Ergebnisse dieser Evaluationen
zusammengefasst und Schlüsse für die Gestaltung des Nachfolgeprogramms
gezogen. Dabei wird der organisatorische Rahmen des Programms
dargestellt und die Frage beantwortet, ob sich die bei der Gestaltung
des Programms massgebliche Grundsätze bewährt haben. Weiter werden die
Wirkungen der staatlichen Massnahmen, der Konfliktlösungsgruppen und
der Aktionen der Ressorts von Energie 2000 bewertet.
AUTOBAHNBAU ALS INSTRUMENT ZUR REGIONALEN WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG?
Die Auswirkungen von
Autobahnen auf die Entwicklung regionaler Wirtschaft ist seit nunmehr 25 Jahren
ein umstrittenes Thema. Obwohl von der Ökonomie vielfach analysiert, scheint
auf politischer Ebene nach wie vor Uneinigkeit über die Bedeutung von
Fernstrassen zu herrschen. Die Befürworter von Fernstrassen sehen in ihnen ein
Instrument zur Steigerung des Wachstums der Volkswirtschaft und eine Massnahme
zur Verringerung regionaler ökonomischer Disparitäten. Die Gegner von
Autobahnen stellen diesen Effekt in Abrede und warnen eher vor ökonomisch
negativen Nebeneffekten und zu erwartenden Umweltschäden. Es wird im Vortrag nicht
der Anspruch erhoben, den Konflikt um die ökonomische Sinnhaftigkeit
des Baus von Autobahnen ein für alle mal aus der Welt zu schaffen. Hingegen
soll dargestellt werden, welche Erkenntnisse die Ökonomie zum Thema erarbeitet
hat und warum diese womöglich nur unvollständig in das Handeln der Politiker eingeflossen
sind.
BEGLEITENDE EVALUATION DES FÖRDERPROGRAMMS "NEWRIDE"
Mitarbeit in der Programmleitung des Förderprogramms
NewRide Schweiz. Das Aufgabengebiet von Interface umfasst kleinere Evaluationen
und die Reportings gegenüber dem Bundesamt für Energie.