| 2010

Politikwissenschaftliche Überlegungen zur Personalrekrutierung und -migration im Gesundheitsbereich

Zahlreiche Studien weisen auf eine steigende Nachfrage nach adäquat ausgebildeten Gesundheitsfachpersonen bei einer abnehmenden Zahl von Auszubildenden in der Schweiz hin. Gelingt es nicht, Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften im Gesundheitsbereich in Übereinstimmung zu bringen, sind relevante negative gesellschaftspolitische und volkswirtschaftliche Auswirkungen zu befürchten. Die Versorgung der Schweiz mit einer ausreichenden Anzahl adäquat ausgebildeten Gesundheitsfachpersonen stellt daher eine zunehmende Herausforderung für die Gesundheitspolitik dar. Entsprechend sind Bund, Kantone, Gemeinden sowie die Institutionen des Gesundheitsbereichs gefordert, Strategien zu erarbeiten, damit der Personalbedarf auch langfristig gedeckt werden kann. Der Vortrag anlässlich der 12. Arbeitstagung Nationale Gesundheitspolitik skizziert Ansatzpunkte aus politikwissenschaftlicher Sicht. Ausgehend von der politikwissenschaftlichen Theorie der Politikverflechtung werden drei Lösungsansätze zur Vermeidung einer Blockade, die aufgrund komplexer Zuständigkeitsregelungen zwischen Bund, Kantonen, Gemeinden und Privaten entstehen können, benannt und konkretisiert.

Kontaktperson

Andreas Balthasar

Auftraggeber

Bundesamt für Gesundheit (BAG), Geschäftsstelle des Bundes für die Nationale Gesundheitspolitik

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